In Deutschland ist bereits jeder Vierte Opfer von Kriminalität im Internet geworden.
Computer-Tastatur
Computer-Tastatur - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Grossteil vernachlässigt Präventionsmassnahmen wie Updates.

Insbesondere junge Menschen zwischen 19 und 29 Jahren unterschätzen die Gefahr und sind am häufigsten betroffen, wie aus dem am Mittwoch vorgestellten «Digitalbarometer 2021» des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes hervorgeht. Demnach erlebten 31 Prozent der Betroffenen Fremdzugriffe auf einen Online-Account und 28 Prozent luden Schadsoftware herunter.

Die Befragten hätten angegeben, drei bis vier Massnahmen wie etwa Virenprogramme, Firewalls oder sichere Passwörter zur Prävention von Gefahren im Internet zu nutzen. Dennoch habe ein Grossteil einfache Massnahmen wie automatische Updates vernachlässigt.

Durch Kriminalität im Internet sei für 79 Prozent der Betroffenen ein Schaden entstanden. 27 Prozent hätten wichtige Daten verloren und elf Prozent einen tatsächlichen finanziellen Schaden erlitten. Daneben habe auch der zeitliche Schaden, der Vertrauensverlust in Onlinedienste und die persönliche Rufschädigung eine Rolle gespielt.

Beim Online-Shopping seien die Betrugszahlen bereits das dritte Jahr in Folge rückläufig: 2019 waren demnach noch 36 Prozent der Befragten davon betroffen, bis 2021 sank der Anteil hingegen auf 19 Prozent.

Das BSI und die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes erstellen das Digitalbarometer gemeinsam, um über Risiken im Internet aufzuklären und den aktuellen Kenntnisstand der Bevölkerung zu erheben. Für die diesjährige Statistik wurden von April bis Mai insgesamt 2025 Menschen im Alter von 14 bis 69 Jahren befragt.

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