Für die Rettung eingeschlossener Zivilisten aus dem Stahlwerk Azovstal in Mariupol setzt die Ukraine auf Vermittlung von UN-Generalsekretär Antonio Guterres.
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UN-Generalsekretär António Guterres. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Stahlwerk Azovstal in Mariupol sollen immer noch Zivilisten eingeschlossen sein.
  • Die Ukraine hofft, dass UN-Generalsekretär Antonio Guterres etwas bewirken kann.
  • Guterres besucht die Ukraine und Russland am Dienstag.

Man bitte ihn, «Initiator und Garant eines humanitären Korridors» zu werden, sagte die ukrainische Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk am Montag in Kiew. Mitarbeiter der UN und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sollten die Evakuierungsmöglichkeit überwachen.

Wereschtschuk dementierte zugleich, dass es für Montag einen mit der russischen Seite vereinbarten Korridor zum Abzug aus dem Stahlwerk gebe. «Ein Korridor, der nur einseitig erklärt wird, bietet keine Sicherheit», schrieb sie auf ihrem Telegram-Kanal.

Verwirrung um Feuerpause

Zuvor hatte die russische Armee eine Feuerpause rund um Azovstal für 14.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MESZ) angekündigt, um Zivilpersonen den Abzug zu ermöglichen. Nach Angaben aus Kiew sollen sich rund 1000 Zivilisten in dem Stahlwerk aufhalten, auch Frauen und Kinder. Ausserdem verstecken sich dort nach russischen Angaben noch etwa 2500 ukrainische Bewaffnete und ausländische Söldner.

Guterres soll am Dienstag mit der russischen Führung in Moskau sprechen und wird am Donnerstag in Kiew erwartet. Moskau rechne damit, dass dabei auch die die Lage in Mariupol und Azovstal zur Sprache komme, sagte Vizeaussenminister Andrej Rudenko.

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