Bereits die vierte Lieferung an Hilfsgütern konnte zur Hilfe aller Opfer vom Ukraine-Krieg Richtung polnische Grenze transportiert werden.
Ukraine Krieg
Mitglieder des Schweizerisches Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) und Caritas Ukraine laden Schweizer Hilfsgüter beim polnisch-ukrainischen Grenzübergang Hrebenne/Rawa-Ruska auf ukrainische Lastwagen um. (Aufnahme vom 3. März 2022) - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Eine weitere Lieferung Schweizer Hilfsgüter ist Richtung Ukraine gestartet.
  • Es handelt sich um den vierten Transport von Hilfsgütern.

Eine vierte Hilfsgüterlieferung ist heute Montag auf der Schiene Richtung der polnischen Grenze zur Ukraine gestartet. Den Weg der Hilfsgüter ins Kriegsgebiet koordiniert ein Hub in der polnischen Stadt Lublin. Zudem entsandte das Aussendepartement ein Sofort-Einsatz-Team für humanitäre Hilfe nach Moldawien.

Das Unterstützungspaket der humanitären Hilfe der Schweiz beläuft sich damit in dieser ersten Phase auf acht Millionen Franken. Dies teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit. In Lublin haben elf Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) eine Logistik-Basis errichtet.

Ziel ist es, dringend benötigte medizinische Hilfsgüter und winterfeste Notunterkünfte so bald als möglich in die Ukraine zu bringen. Die in der vergangenen Woche gelieferten Güter sind bereits bei der Caritas Ukraine eingetroffen. Diese übernimmt den Transport ins Landesinnere und die Weiterverteilung.

Medikamente und medizinische Versorgung unterwegs

Zusätzlich konnte die Schweiz mit Unterstützung der polnischen Behörden, der Stadt Warschau und der ukrainischen Staatsbahnen Medikamente nach Kiew schicken. Diese Lieferung traf am Sonntagabend dort ein. Nach EDA-Angaben erreichte damit bereits die zweite grössere Lieferung das Kriegsgebiet.

Spenden  Ukraine
Eine Hilfsorganisation sammelt im deutschen Stuttgart Wasserflaschen und andere Spenden für Menschen in der Ukraine. - dpa

Die am Montag gestartete Lieferung ist die vierte. Sie umfasst Hygieneartikel wie Babywindeln, Feuchttücher, Binden, Tampons, Zahnpasta, Flüssigseife aber auch Babynahrung im Wert von einer Million Franken. Gestiftet sind die Artikel von Coop und Migros. Die Transportkosten für die 19 Güterwagen übernimmt SBB Cargo.

Bereits am Freitag war erneut ein Strassentransport mit 90 Tonnen Material in zehn Lastwagen losgefahren. Die Lieferung umfasste etwa Spitalbetten, medizinische Schutzanzüge, Desinfektionsmittel, Brandwundverbände, Schlafsäcke, Matratzen und Wolldecken. Ziel war die ukrainische Grenze. Das Material stammte wie jenes des ersten Lastwagenkonvois vom Mittwoch von der Armeeapotheke.

Mögliche neue Lieferungen

Weitere Transporte erfolgen nach Bedarf und Kapazitäten in den kommenden Tagen. Abklärung und Organisation übernimmt das beim EDA angesiedelte SKH. Weitere Einsätze von SKH-Mitgliedern für internationale Organisationen werden laufend geprüft.

Die Schweiz unterstützt das Rote Kreuz vor Ort mit 500'000 Franken und die Uno mit 750'000 Franken. Weitere 6,5 Millionen gegen an internationale Organisationen und die Uno.

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