Rund 70 ausländische Schiffe stecken im Ukraine-Krieg in Mariupol fest. Nun will Russland ab Mittwoch eine sichere Passage aus der Stadt einrichten.
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Stark zerstörte Wohnhäuser in Mariupol am Meer. (AP Photo/Alexei Alexandrov) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab Mittwoch will Russland eine sichere Seepassage aus Mariupol einrichten.
  • Eine breite Strecke soll dafür von Minen gesäubert werden.
  • Rund 70 ausländische Schiffe stecken noch in der besetzten Hafenstadt fest.

Russland will nach Militärangaben ab Mittwoch eine sichere Seepassage aus der eroberten ukrainischen Hafenstadt Mariupol in Richtung Schwarzes Meer einrichten. Die von Minen geräumte Strecke durch das Asowsche Meer sei 115 Seemeilen lang und 2 Seemeilen breit. Sie soll ab 8 Uhr Ortszeit befahrbar sein. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstagabend mit.

Zugleich werde die beschädigte Hafeninfrastruktur von Mariupol instandgesetzt. Die letzten ukrainischen Verteidiger der Stadt hatten Ende vergangener Woche die Waffen gestreckt, Mariupol selbst ist weitgehend zerstört.

Ukraine-Krieg: 70 Schiffe in Häfen blockiert

In den Häfen an der Schwarzmeer-Küste sitzen nach russischen Angaben noch etwa 70 ausländische Schiffe aus 16 Ländern fest. Die russische Marine werde auch dort an der Küste einen täglichen sicheren Korridor einrichten, hiess es. Es bleibe aber für Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres eine Restgefahr durch treibende ukrainische Minen, die sich losgerissen hätten.

Nach ukrainischen Angaben geht die Gefahr von der russischen Marine und deren Minen im Ukraine-Krieg aus. Westliche Länder fordern von Moskau, sichere Getreideexporte der Ukraine über den Hafen Odessa zu ermöglichen.

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