Ukraine-Krieg: Russische Soldaten müssen Privatautos abgeben

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Russland,

    Russland beschlagnahmt wegen des Materialmangels im Ukraine-Krieg die Autos seiner Soldaten. Dies schlägt weiter auf die Moral.

    Ukraine Krieg
    Im Ukraine-Krieg setzt Russland auch Privatautos seiner Soldaten ein. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland konfisziert die Privatautos der eigenen Soldaten.
    • Damit soll der Mangel an Transportfahrzeugen behoben werden.
    • Unter den Soldaten führt das zu Missmut, «die Kommandanten kämpfen gegen uns».

    Dass es Russland im Ukraine-Krieg an Ausrüstung fehlt, darüber gibt es schon lange Berichte. Dass die Militärführung unorthodoxe Methoden anwendet, um die Lage zu verbessern, ist ebenso bekannt. Doch nun geht sie einen Schritt weiter und beschlagnahmt die Privatautos der Soldaten. Darüber berichtet die US-Denkfabrik «Institute for the Study of War» (ISW) unter Berufung auf Militärblogger.

    Ukraine Krieg
    Die Moral der russischen Soldaten soll sich seit Beginn vom Ukraine-Krieg massiv verschlechtert haben. - dpa-infocom GmbH

    So mangelt es Russland auch an leichten Transportfahrzeugen. Deswegen müssen Soldaten ihre eigenen Autos beim Verteidigungsministerium registrieren. Anschliessend werden die Fahrzeuge beschlagnahmt, um im Ukraine-Krieg einzusetzen. Sich dagegen zu wehren, bringt nichts: Die Soldaten würden damit höchstens eine Strafe riskieren.

    Die Massnahmen führen zu noch weiter sinkender Moral. Eine Bloggerin zitiert einen Soldaten: «Wir haben das Gefühl, wir kämpfen gegen den Feind – und die Kommandanten gegen uns.»

    Verfolgen Sie die Geschehnisse im Ukraine-Krieg?

    Das ISW berichtet, dass es der russischen Armee auch an Artillerie und Booten fehle. Diese können aber nicht einfach bei den eigenen Soldaten geholt werden.

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