Eine russische Rakete tötet im Ukraine-Krieg ein vierjähriges Mädchen mit Down-Syndrom. Nun schildert die Mutter die letzten Sekunden von Liza.
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Beim Raketenangriff auf Winnyzja wurden mehrere Zivilisten, darunter Kinder, getötet. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Am 14. Juli wird Winnyzja aus dem Nichts in den Ukraine-Krieg hineingezogen.
  • Russische Raketen töten 23 Zivilisten, darunter auch eine Vierjährige mit Down-Syndrom.
  • Ihre Mutter Iryna schildert die Sekunden, die alles veränderten.

Es ist das Schlimmste, was einem Elternteil passieren kann: der Tod des eigenen Kindes. Im Ukraine-Krieg sind nach Angaben von Unicef bislang rund 1000 Kinder getötet worden, wahrscheinlich sind es noch deutlich mehr.

Eines davon ist die vierjährige Elizaveta «Liza» Dmytrieva. Das Mädchen kam mit dem Down-Syndrom zu Welt.

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Im Ukraine-Krieg sind nach Angaben von Unicef bislang rund 1000 Kinder getötet worden.
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Eines davon ist die vierjährige Elizaveta «Liza» Dmytrieva. Das Mädchen kam mit dem Down-Syndrom zu Welt.
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Als Russland am 14. Juli die ukrainische Stadt Winnyzja angreift, spaziert Liza mit ihrer Mutter Iryna durch den Park.
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Plötzlich schlägt eine russische Rakete ein, Liza ist sofort tot.
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Iryna trauert um ihre Tochter. Sie sagt, es sei «unverzeihlich», was Russland ihr angetan habe.

Als Russland am 14. Juli die ukrainische Stadt Winnyzja angreift, spaziert Liza mit ihrer Mutter Iryna durch den Park. Es ist ihr letzter gemeinsamer Ausflug.

Ein lautes Geräusch lässt beide in den Himmel schauen, Mutter Iryna vermutet zuerst, dass es sich um ein Flugzeug handelt. Sie erzählt der «Washington Post» nun vom schlimmsten Moment ihres Lebens. Als sie nach oben blickt, ist ihr sofort klar: Es ist kein Flugzeug, sondern eine russische Rakete.

«Sie war mein Leben»

Bevor die Rakete einschlägt, versucht Iryna noch, ihre Tochter zu schützen. Doch vergebens. «Ich hatte keine Zeit, es war blitzschnell vorbei.» Sie habe sofort gewusst, dass ihre Liza tot sei.

Haben Sie für die Ukraine gespendet?

Auch Iryna wurde beim Angriff im Ukraine-Krieg schwer verletzt, verbrachte einen Monat im Spital. Ihr wurden Schrapnelle aus dem Bauch entfernt, ihr linkes Bein war zerschmettert. Vom Spitalbett aus organisierte sie die Beerdigung ihrer Tochter.

«Sie war mein Leben», sagt Iryna Dmytrieva der «Washington Post». Und weiter: «Was Russland mir genommen hat, ist unverzeihlich.»

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