Ukraine Krieg

    Ukraine-Krieg: Noch immer Kämpfe in Region Luhansk

    Keystone-SDA
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    Die ostukrainische Region Luhansk wird laut dem dortigen Gouverneur noch nicht komplett von den Russen kontrolliert. Die Kämpfe gehen weiter.

    Luhansk
    Kriegszerstörung in der ostukrainischen Stadt Lyssytschansk. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Ukraine wirft Russland einen Raketenangriff auf eine Universität in Charkiw vor.
    • Die Kämpfe in Luhansk laufen laut dem dortigen Gouverneur nach wie vor.
    • Die Zivilisten in Donezk wurden von den Behörden zur Flucht aufgerufen.

    Ukraine-Präsiden Wolodymyr Selenskyj warf Russland einen Raketenangriff auf die pädagogische Universität der zweitgrössten Stadt Charkiw vor. «Das charakterisiert die russische Invasion mit einer Genauigkeit von 100 Prozent. Wenn man definiert, was Barbarei ist, ist dieser Schlag am besten geeignet.»

    Nur ein «Feind von Zivilisation und Menschlichkeit» könne Raketen auf eine pädagogische Universität abfeuern. Kein Besatzer werde ungestraft davonkommen, beteuerte Selenskyj.

    «Jeder russische Mörder und Vergewaltiger, der in unser Land gekommen ist, wird zur Rechenschaft gezogen. Und es spielt keine Rolle, wie lange es dauert, diese Aufgabe zu erledigen.» Die Ukraine werde alles wiederherstellen.

    Gouverneur: Noch immer Kämpfe in Region Luhansk

    Die ostukrainische Region Luhansk wird nach Darstellung von Gouverneur Serhij Hajdaj noch nicht völlig von der russischen Armee kontrolliert. Die Kämpfe dauerten in Aussenbezirken an, teilte er per Nachrichtendienst Telegram mit. Das russische Militär habe Verluste.

    Die ukrainische Armee habe sich nur von jenen Positionen zurückgezogen, die nicht zu halten waren. Hajdaj warf den Angreifern vor, in der Region verbrannte Erde zu hinterlassen. Er gehe davon aus, dass die russische Armee von Luhansk aus eine Offensive gegen die Orte Bachmut und Slowjansk in der Region Donezk starten wolle.

    Zivilisten sollen flüchten

    Im Donezker Gebiet fordern die Behörden die Zivilbevölkerung vor diesem Hintergrund zur Flucht auf. «Russland hat das gesamte Gebiet von Donezk zu einem gefährlichen Hotspot auch für Zivilisten gemacht», teilte Gouverneur Pawlo Kyrylenko mit.

    Donezk
    Inmitten fortwährender russischer Angriffe leben weiterhin etwa 216'000 Menschen im von der Ukraine gehaltenen Teil des Donbass. (Archivbild) - dpa

    Der Bürgermeister von Slowjansk, Wadym Ljach, kündigte an, Zivilisten sollten mit Bussen und Zügen in den Westen des Landes gebracht werden. «Kein Risiko eingehen! Packt zusammen!», appellierte Ljach. Insgesamt seien seit Beginn der Kämpfe in Slowjansk 17 Menschen getötet und 67 verletzt worden.

    Beide Seiten berichten von Beschuss

    Beide Kriegsparteien machten sich unterdessen gegenseitig für Tote und Verletzte bei neuen Angriffen verantwortlich. Die prorussischen Separatisten in der Region Donezk warfen der ukrainischen Armee vor, durch Beschuss sechs Menschen getötet zu haben, darunter drei Kinder. 19 Menschen seien verletzt worden. Die Ukraine warf der russischen Armee ihrerseits den Beschuss mehrerer Orte vor. In der Region Donezk seien drei Menschen getötet worden. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.

    Telefonate vor Treffen der G20-Aussenminister

    Vor dem Treffen der G20-Aussenminister am Donnerstag auf Bali hat der ukrainische Ressortchef Dmytro Kuleba mit Bundesaussenministerin Annalena Baerbock (Grüne) telefoniert. «Wir werden Russland die Bühne des Treffens in Indonesien nicht überlassen, und wir werden die Ukraine weiter entschieden unterstützen», teilte das Auswärtige Amt per Twitter mit. Kuleba sprach auch mit seinem US-Kollegen Antony Blinken. «Wir haben Schritte koordiniert, um die Lieferung schwerer Waffen von den USA und anderen Partnern zu beschleunigen», teilte Kuleba mit.

    Ukraine Krieg
    Der Donnerstag ist für die Ukraine der 134. Kriegstag seit Beginn der russischen Invasion Ende Februar. - Ukraine Krieg

    Das wird am Donnerstag wichtig

    In Indonesien treffen sich die Aussenminister der G20. Für Deutschland ist Ministerin Baerbock dabei. Mit Spannung wird erwartet, wie Russlands Aussenminister Sergej Lawrow aufgenommen wird. In Moskau trifft der russische Präsident Wladimir Putin die Führung der Staatsduma und die dortigen Fraktionsvorsitzenden im Kreml.

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