Uffizien setzen Botticellis Meisterwerke zueinander in Dialog
Die beiden bekanntesten Meisterwerke des Renaissance-Malers Sandro Botticelli sind die «Geburt der Venus» und der «Frühling». Die Uffizien in Florenz stellen die beiden Werke einander gegenüber aus. Mit der neuen Dauerausstellung setzt das Museum die Werke in einen direkten Dialog.

Erstmals werden die Gemälde in abgeschirmten Vitrinen gezeigt, die optimale Erhaltungsbedingungen gewährleisten sollen. Zugleich wurden äussere Schutzverglasungen entfernt, um die ursprüngliche Wirkung der monumentalen Wandbilder stärker zur Geltung zu bringen.
Der Saal mit den Hauptwerken Botticellis wurde zudem vollständig erneuert. Für das Fresko «Verkündigung» wurde eine neue Installation entwickelt, die den Eindruck des ursprünglichen Standorts in der Kirche San Martino in Florenz nachbildet und das Werk wieder als Teil einer Wandfläche erscheinen lässt. Museumsdirektor Simone Verde sagte, man setze die Umgestaltung der Uffizien konsequent fort. Ziel sei es, «auch heute mehr denn je das schönste Museum der Welt» zu bleiben.
Die Galleria degli Uffizi (Uffizien) in Florenz gehört zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Das Museum wurde im 16. Jahrhundert im Auftrag der Familie Medici errichtet. Der Bau diente ursprünglich als Verwaltungsgebäude (uffizi: Ämter), bevor er schrittweise zu einer Kunstsammlung erweitert wurde. Heute beherbergen die Uffizien eine der wichtigsten Sammlungen italienischer Malerei, insbesondere Werke der Renaissance.
Besonders berühmt ist die Sammlung von Sandro Botticelli. Weitere zentrale Künstler sind unter anderem Leonardo da Vinci, Michelangelo, Raffael, Caravaggio und Tizian. Die Sammlung umfasst Werke vom Mittelalter bis zur Barockzeit.










