Tschechische Behörde gibt Ratschläge für atomaren Ernstfall

    Die tschechische Strahlenschutzbehörde SUJB hat Ratschläge für das Verhalten der Zivilbevölkerung bei einem atomaren Angriff veröffentlicht. Es gab daraufhin so viele Zugriffe, dass die Internetseiten am Montag zeitweise nicht erreichbar waren. Empfohlen wird unter anderem, ein Evakuierungsgepäck mit persönlichen Dokumenten vorbereitet zu haben und sich über die Lage von Zivilschutzbunkern oder geeigneten Kellern zu informieren. Verlinkt war ein Verzeichnis öffentlicher Schutzräume in dem Nato-Mitgliedstaat.

    ukraine krieg
    Ein Strahlenwarnzeichen steht in der Sperrzone wegen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Veröffentlichung wurde damit begründet, dass die Behörde im Zusammenhang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine zahlreiche Anfragen besorgter Bürger erhalten habe.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hatte angeordnet, die Abschreckungswaffen der Atommacht in verstärkte Alarmbereitschaft zu versetzen.

    Zugleich räumte die tschechische Strahlenschutzbehörde ein, dass die Wahrscheinlichkeit eines atomaren Zwischenfalls «verschwindend gering» sei. Der Bevölkerungsschutz in dem EU-Mitgliedstaat obliegt eigentlich der staatlichen Feuerwehr, die demnächst weitergehende Hinweise veröffentlichen will.

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