Die Lkw-Sparte des VW-Konzerns, Traton, will den Vertrieb in Russland verkaufen und rechnet dabei mit einem Verlust von bis zu 550 Millionen Euro.
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Eine Fabrikhalle von Traton. (Archivbild) - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Traton will die Lkw-Vertriebe in Russland verkaufen.
  • Der Konzern erwartet einen Verlust von bis zu 550 Millionen Euro.

Die Lkw-Sparte des VW-Konzerns verkauft ihren russischen Vertrieb und erwartet dabei einen Verlust von bis zu 550 Millionen Euro. Käufer sollen «lokale Vertriebspartner» in Russland sein, wie die Traton SE am Dienstag in München mitteilte.

Abgeschlossen werden soll der Verkauf im ersten Quartal nächsten Jahres. Im Einzelnen verkauft werden sollen die Vertriebsgesellschaften von MAN und Scania, ausserdem das russische Finanzierungsgeschäft von Scania.

Der erwartete Verlust hängt demnach massgeblich von der Kursentwicklung des Rubel ab. Zustimmen müssen noch die russischen Regulierungsbehörden sowie die Aufsichtsräte von VW und Traton.

Die in München ansässige Traton SE ist die Dachgesellschaft des VW-Konzerns für die zwei Lkw-Hersteller. Im ersten Halbjahr haben die direkten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs Traton demnach bereits 113 Millionen Euro gekostet. Wegen des russischen Angriffskriegs reduzieren viele deutsche Industrieunternehmen ihre Aktivitäten in Russland oder stellen das Geschäft dort komplett ein.

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