Traditionsreicher Karl-May-Verlag soll verkauft werden

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Deutschland,

Der geschichtsträchtige Karl-May-Verlag in Deutschland sucht einen neuen Verleger. Der Geschäftsführer und alleinige Gesellschafter Bernhard Schmid möchte den mehr als hundert Jahre alten Familienbetrieb verkaufen. Zuvor hatte das «Manager Magazin» berichtet.

ARCHIV - Winnetou-Bücher stehen in einem Regal des Karl-May-Verlags. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa
ARCHIV - Winnetou-Bücher stehen in einem Regal des Karl-May-Verlags. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa - Keystone/dpa/David-Wolfgang Ebener

«Karl May ist auch meine grosse Leidenschaft, und die fast 35 Jahre Arbeit dafür hat mir grossen Spass gemacht. Umso mehr will ich rechtzeitig dafür Sorge tragen, dass unser Verlag in guten Händen eine sichere Zukunft hat», sagt Schmid. Der 64-Jährige ist seit 2007 alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer des Verlags. Sein Grossvater Euchar Albrecht Schmid hatte den Verlag im Jahr 1913 mitgegründet.

Der Karl-May-Verlag mit Sitz in Bamberg (Bayern) blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bekannt für seine Bücher mit dem grünen Einband, der goldenen Schrift und dem bunten Titelbild zieren Karl Mays Werke wie Winnetou seit mehr als hundert Jahren die Bücherregale. Das Programm des Verlags besteht fast ausschliesslich aus den Werken seines Namensgebers.

Karl May gilt als einer der meistgelesenen Autoren deutscher Sprache. Besondere Berühmtheit erlangte der Abenteuerschriftsteller durch seine Reiseerzählungen und die Geschichten um Winnetou und Old Shatterhand.

May wurde 1842 in Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) geboren, von 1888 bis zu seinem Tod 1912 lebte er im sächsischen Radebeul und verfasste dort wesentliche Teile seines Gesamtwerks. Kurz nach seinem Tod wurde im Jahr 1913 der Karl-May-Verlag in Radebeul gegründet. Im Jahr 1960 zog der Verlag dann nach Bamberg.

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Kommentare

User #3892 (nicht angemeldet)

Aber das ist doch kulturelle Aneignung gemäss SP

User #4301 (nicht angemeldet)

aha, gut habe ich all seine Bücher noch zu Hause. Keines fehlt.

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