Tödliches Wochenende in den Alpen: Neun Tote in drei Tagen

Keystone-SDA
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Bern,

Innert weniger Tage ist die Zahl der tödlichen Bergunfälle in den Alpen am Sonntag auf neun gestiegen. Bei einem Bergunglück am Pasubio in der norditalienischen Provinz Vicenza kamen zuletzt zwei junge Alpinisten ums Leben. Ein dritter Bergsteiger wurde von einem Rettungshelikopter von einem Felsen geborgen und verletzt in Sicherheit gebracht.

Matterhorn Berg
Das Matterhorn. - keystone

Das Unglück ereignete sich am späten Sonntagvormittag im Gebiet des Sojo d'Uderle, einer bei Wanderern und Kletterern bekannten, technisch anspruchsvollen und teilweise stark ausgesetzten Route. Bei den Toten handelt es sich um einen 26-jährigen Mann und um eine 25-Jährige. Damit ist die Zahl der Toten bei Bergunfällen in den Alpen seit Freitag auf neun gestiegen.

Nach drei Todesfällen am Vortag am Gran Paradiso waren am Samstag früh zwei Alpinisten auf der französischen Seite des Mont Blanc ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich am Kuffner-Grat des Mont Maudit.

Der Leichnam eines weiteren Alpinisten wurde am Samstag im Bereich des Brenva-Gletschers auf der italienischen Seite des Mont Blanc geborgen. Der Brenva-Gletscher befindet sich an der Südostflanke des Mont Blanc oberhalb von Courmayeur.

Auch ein französischer Alpinist ist am Samstag am Matterhorn tödlich verunglückt. Der Leichnam wurde von Rettungskräften der Air Zermatt in Zusammenarbeit mit der alpinen Rettung des norditalienischen Aostatals geborgen und nach Aosta gebracht. Der Unfall ereignete sich am Pic Tyndall auf der Normalroute zum 4478 Meter hohen Matterhorn. Die genaue Unfallursache war zunächst unklar.

Am Gran Paradiso, einem Viertausender in den italienischen Alpen, waren am Freitag drei Bergsteiger ums Leben gekommen. Die Bergwacht entdeckte ihre Leichen nach einem Notruf auf einer Höhe von etwa 3600 Metern.

Die Gruppe hatte sich am frühen Morgen nach der Übernachtung in einer Hütte auf den Weg zum 4061 Meter hohen Gipfel gemacht, kehrte bis zum Abend aber nicht zurück. Daraufhin wurde bei der Leitstelle Alarm ausgelöst. Nach Angaben der Bergwacht stürzten die Bergsteiger an der Nordwand zu Tode. Die genauen Umstände sind noch unklar. Nach offiziellen Angaben handelt es sich um drei Italiener aus der Provinz Trentino.

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