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    Thüringer Koalitionsverhandlungen: Scheitern nicht ausgeschlossen

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    Deutschland,

    Die Koalitionsverhandlungen in Thüringen zwischen der CDU, dem BSW und der SPD stehen auf der Kippe. Ein Scheitern wird immer wahrscheinlicher.

    Die BSW-Chefin Sahra Wagenknecht kritisiert die jüngste Bundestagsrede von CDU-Chef Friedrich Merz zur Ukraine-Politik scharf. (Archivbild)
    Die BSW-Chefin Sahra Wagenknecht kritisiert die jüngste Bundestagsrede von CDU-Chef Friedrich Merz zur Ukraine-Politik scharf. (Archivbild) - Kay Nietfeld/dpa

    Es kamen immer neue Vorschläge für eine Friedens-Präambel in einem möglichen Koalitionsvertrag von CDU, BSW und SPD in Thüringen auf den Tisch. Nun wird ein Scheitern nicht mehr ausgeschlossen.

    Die Kompromisssuche zu den friedenspolitischen Forderungen von BSW-Chefin Sahra Wagenknecht verliefen in Thüringen bisher erfolglos – nun steht das Projekt Brombeer-Koalition auf der Kippe. Bis Montag haben sich die Spitzen von CDU, BSW und SPD in Thüringen eigentlich eine Bedenkzeit gegeben, heisst es aus Verhandlungskreisen. Möglicherweise drehen die Parteivorsitzenden aber vorher doch noch eine Gesprächsrunde, um die Einigungschancen erneut auszuloten.

    «Die Chancen stehen 50:50», sagte einer der Verhandler der Deutschen Presse-Agentur. Der Thüringer BSW-Vorstand und vor allem Wagenknecht hatten die Einigung auf eine Friedensformel zur Bedingung für den Start von Koalitionsverhandlungen in Erfurt gemacht.

    Kaum Alternativen zu Brombeer-Koalition

    SPD-Chef Georg Maier wurde mit dem Satz zitiert, «ich habe wenig Hoffnung, dass das noch was wird». Die BSW-Bundesvorsitzende Wagenknecht torpediere die Verhandlungen über die Präambel schon seit Tagen, so Maier. Vom Thüringer BSW wollte sich dazu auch am Samstag niemand äussern.

    Als einzige Alternative zu einer Koalition von CDU, BSW und SPD – für die es bereits erfolgreiche Sondierungsgespräche gab – gilt eine Minderheitsregierung der CDU gegebenenfalls mit der SPD. Sie hätte allerdings zusammen nur 29 von 88 Sitzen im Parlament. Sie müsste nicht nur mit der Wagenknecht-Partei, sondern auch der Linken in irgendeiner Weise zusammenarbeiten, um eine Mehrheit für Entscheidungen im Parlament zu bekommen.

    Stärkste Fraktion ist die AfD im Thüringer Landtag – erstmals bundesweit.

    Verhandler sprechen von Verständigung in Thüringen

    «Im Kern liegen alle Option bereits auf dem Tisch», sagte einer der Verhandlungsteilnehmer. In Thüringen gebe es eigentlich eine Verständigung trotz der Probleme, die Positionen der drei unterschiedlichen Parteien unter einen Hut zu bringen.

    Laut Redaktionsnetzwerk Deutschland liegt ein Kompromiss zu aussenpolitischen Fragen vor, der die Standpunkte von CDU und SPD auf der einen Seite sowie des BSW auf der anderen Seite aufgegriffen habe. Er sei sowohl vom CDU-Präsidium als auch vom geschäftsführenden Landesvorstand der SPD gebilligt worden.

    Wagenknecht, aber auch der Thüringer BSW-Vorstand setzen sich unter anderem für mehr Diplomatie zur Beendigung des Kriegs in Ukraine statt Waffenlieferungen ein. Auch in Sachsen und Brandenburg verhandeln CDU sowie SPD mit dem BSW über Regierungsoptionen.

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    Kommentare

    User #5330 (nicht angemeldet)

    Werden beim Koalitionszirkus eigentlich auch die Bürger und Wähler berücksichtigt?

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