Terrorabwehr soll verbessert werden
Wer heckt in verschlüsselten Mails Böses aus? Wer hat Zugang zu gefährlichen Substanzen? Wie werden öffentliche Plätze und Gebäude sicherer? Die EU-Kommission sucht Antworten auf den Terrorismus.

Das Wichtigste in Kürze
- Die EU-Kommission hat einen neuen Aktionsplan gegen Terrorismus vorgelegt.
- Der Hintergrund von Leuten soll besser überprüft werden.
- Die EU investiert Millionen in die Sicherheit.
Aus
Sorge vor weiteren Anschlägen hat die EU-Kommission einen neuen Aktionsplan
gegen Terroristen vorgelegt. Speziell ausgebildete Fahnder sollen demnach
verschlüsselte Internet-Botschaften knacken, grenzüberschreitende Geldströme
aufdecken und die Nutzer gefährlicher Stoffe genauer überprüfen. Glücklicherweise
hätten die Terroristen bislang noch keine atomaren, biologischen und chemischen
Gefahrstoffe in Europa eingesetzt und die Wahrscheinlichkeit eines derartigen
Anschlags werde gering eingestuft, erklärte die Kommission.
Auf
verschiedenen Gebieten sieht der neue Aktionsplan eine bessere Zusammenarbeit
und einen stärken Informationsaustausch der nationalen Strafverfolger vor. Den
Mitgliedstaaten empfiehlt die Kommission unter anderem, genau den Hintergrund
von Leuten zu prüfen, die eine Erlaubnis zum Umgang mit potenziell gefährlichen
Grundstoffen beantragen.
Mit
Millionenaufwand sollen zudem öffentliche Räume in der EU gegen Anschläge
abgesichert werden. Zunächst sind 18,5 Millionen Euro eingeplant, die unter
anderem in neue Konzepte der Stadtplanung fliessen sollen. 2018 soll es weitere
100 Millionen Euro für die Absicherung von Gebäuden, den physische Schutz
belebter Plätze und sicherheitsorientiertes Design geben.










