Taliban

    Taliban wollen wieder gegen afghanische Streitkräfte vorgehen

    AFP
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    Afghanistan,

    Zwei Tage nach der Unterzeichnung des Abkommens zwischen den Taliban und den USA hat die Miliz das Ende der Teil-Waffenruhe erklärt und neue Angriffe auf afghanische Streitkräfte angekündigt.

    Innerafghanische Friedensgespräche nun fraglich
    Innerafghanische Friedensgespräche nun fraglich - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach Abkommen mit den USA erklärt Miliz Teil-Waffenruhe für beendet.

    «Die Verringerung der Gewalt» sei «nun vorbei und unsere Operationen werden fortgesetzt wie normal», sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid am Montag. Dem Abkommen mit den USA entsprechend «werden unsere Mudschaheddin keine ausländischen Truppen angreifen, aber unsere Aktionen gegen die Kräfte der Kabuler Regierung werden fortdauern», sagte der Taliban-Sprecher.

    Afghanistans Präsident Aschraf Ghani hatte am Sonntag gesagt, die Teil-Waffenruhe solle verstetigt werden. Ziel sei ein vollständiger Waffenstillstand. Einen zentralen Punkt des Abkommens zwischen den USA und den Taliban wollte Ghani jedoch vorerst nicht umsetzen: die Freilassung von Taliban-Gefangenen. «Es gibt keine Zusage, 5000 Gefangene freizulassen», betonte er mit Blick auf inhaftierte Taliban-Kämpfer. Über solche Freilassungen zu entscheiden, komme nicht den USA zu, sondern sei «das Recht» der afghanischen Regierung.

    Laut dem Abkommen sollen die Regierung in Kabul und die radikalislamischen Taliban am 10. März direkte Gespräche aufnehmen. Diese innerafghanischen Gespräche könnten nun auf der Kippe stehen.

    Die Vereinbarung zwischen den USA und den Taliban sieht vor, dass die USA über die kommenden Monate ihre Truppenstärke in Afghanistan zunächst von rund 13.000 auf 8600 reduzieren. Im Gegenzug sollen die Taliban Garantien abgeben, dass sie das Terrornetzwerk Al-Kaida und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen sowie Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung in Kabul beginnen.

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