Sumatra-Nashörner in Malaysia ausgestorben

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    Gibt es noch Hoffnungen für das Sumatra-Nashorn? Nachdem das letzte Tier dieser Art in Malaysia gestorben, hängt alles an geschätzt 80 Tieren im Inselstaat Indonesien.

    Iman, das letzte Sumatra-Nashorn Malaysias, ist gestorben. Foto: Sabah Wildlife Department (swd)/BERNAMA/dpa
    Iman, das letzte Sumatra-Nashorn Malaysias, ist gestorben. Foto: Sabah Wildlife Department (swd)/BERNAMA/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das letzte Sumatra-Nashorn Malaysias ist tot.

    Das Weibchen namens Iman sei am Samstag auf der Insel Borneo eines natürlichen Todes gestorben, teilte die Umweltstiftung WWF mit. Die Art sei demnach in Malaysia ausgestorben.

    Hoffnung gibt es den Umweltschützern zufolge noch in Indonesien: Dort streifen nach WWF-Schätzungen aber auch nur noch knapp 80 Tiere durch die Regenwälder.

    Der Lebensraum der Tiere schwand immens, weil der Wald für Palmölplantagen, Papierproduktion und Bergbau in den vergangenen Jahrzehnten gerodet wurde. Zudem wurden zahlreiche Tiere Opfer von Wilderern. Pulverisiertes Horn gilt in vielen asiatischen Ländern als Medizin. Die Weltnaturschutzunion IUCN listet das Sumatra-Nashorn (Dicerorhinus sumatrensis) als vom Aussterben bedroht auf.

    Als einzige Nashornart besitzt das Tier eine mehr oder weniger dichte Behaarung. Ursprünglich war es von Assam in Nordostindien über Indochina bis auf die Malaiische Halbinsel und die Grossen Sundainseln verbreitet. Erst im Mai war das letzte männliche Sumatra-Nashorn von Malaysia, ein etwa 35 Jahre altes Tier namens Tam, gestorben.

    Die Umweltstiftung WWF baut nun auf die Sumatra-Nashorn Allianz, in der sie unter anderem mit der indonesischen Regierung und der IUCN zusammenarbeitet. Es sollen unter anderem neue Zuchtstationen in Indonesien entstehen. Ziel sei es, möglichst viele, isoliert lebende und fortpflanzungsfähige Tiere aufzuspüren und sie in diese Schutzzentren umzusiedeln.

    «Die Fortpflanzung der Nashörner ist kompliziert. Ihre Fortpflanzungsrate ist sehr niedrig und viele der noch lebenden Tiere sind aufgrund ihrer langjährigen Isolation wahrscheinlich unfruchtbar» erklärt WWF-Leiter Artenschutz Arnulf Köhncke. Daher seien Zuchtprogramme nötig. Später sollten gesunde Bestände in die Wildnis entlassen werden.

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