Ausnahmezustand

    Sturm Éowyn: Irland und Grossbritannien im Ausnahmezustand

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    Grossbritannien,

    Der Sturm Éowyn trifft Windgeschwindigkeiten über 140 km/h trifft auf die Britischen Inseln. Deswegen wurde die höchste Warnstufe ausgerufen.

    Sturm Éowyn in Grossbritannien
    In Grossbritanien und Irland wütet aktuell ein heftiger Sturm. - dpa

    Sturm Éowyn hat in der Nacht zum Freitag Irland und Teile Grossbritanniens mit voller Wucht getroffen. «Die Zeit» berichtet, dass in Irland Sturmböen mit Geschwindigkeiten von mehr als 130 Kilometern pro Stunde gemessen wurden.

    Für die gesamte Republik Irland gilt deshalb die höchste Warnstufe Rot. Die Auswirkungen des Sturms sind bereits deutlich spürbar, wie es die «NZZ» berichtet.

    sturm
    Ein Sturm, der über Newhaven an der Südküste Englands wütet. (Symbolbild) - keystone

    Am Flughafen Dublin wurden bis zum Morgen über 100 Flüge gestrichen. Schulen und andere Bildungseinrichtungen bleiben geschlossen und selbst Supermärkte haben angekündigt, ihre Filialen zu schliessen.

    Grossbritannien ebenfalls betroffen

    In Grossbritannien sind vor allem Nordirland und Teile Schottlands von dem Sturm betroffen.

    Die Behörden erwarten neben starkem Wind auch heftigen Regen und teilweise Schnee. In Nordirland bleiben die Schulen vorsorglich geschlossen.

    Der öffentliche Verkehr wurde eingestellt, und der Flughafen Belfast meldete zahlreiche Flugausfälle, wie «Merkur» berichtet. In Schottland werden besonders im dicht besiedelten «Central Belt» zwischen Glasgow und Edinburgh starke Beeinträchtigungen erwartet.

    Explosionsartige Entwicklung des Sturms

    Der Sturm Éowyn hat sich mit aussergewöhnlicher Geschwindigkeit verstärkt. Der «Tagesspiegel» berichtet von einer sogenannten Bombogenese, bei der der Luftdruck um mehr als 24 Hektopascal gefallen ist.

    sturm
    Starker Wind wirbelt Sand an der Küste auf. (Symbolbild) - dpa

    Experten sprechen laut «Merkur» von einem «Jahrhundertsturm» und Diplom-Meteorologe Dominik Jung warnt: «Das ist ein lebensgefährlicher Monstersturm. In Irland und Grossbritannien drohen schwere Schäden».

    Die Behörden rufen die Bevölkerung dringend dazu auf, in ihren Häusern zu bleiben und sich auf extreme Wetterbedingungen vorzubereiten.

    Auswirkungen auf den Verkehr

    Die Zugindustrie hat sich zu drastischen Massnahmen entschlossen. «Der Lok Report» meldet, dass einige Strecken in Grossbritannien gesperrt wurden.

    Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Verbindungen zwischen England und Schottland. In Irland erwartet Iarnród Éireann, das nationale Eisenbahnunternehmen, massive Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs.

    Hast du einen derartigen Sturm schon einmal miterlebt?

    Es wird gehofft, den Betrieb am Samstag wieder aufnehmen zu können, abhängig von der Einschätzung der Wetterlage.

    Warnungen der Behörden

    Die Behörden in beiden Ländern nehmen die Bedrohung sehr ernst. «Swissinfo» zitiert den scheidenden irischen Premier Simon Harris:

    «Sie müssen aufpassen. Reisen Sie nicht. Gehen Sie nicht in Küstennähe».

    Auch Schottlands Regierungschef John Swinney ruft die Menschen in den betroffenen Gebieten dazu auf, nicht zu reisen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, die Anweisungen der Behörden strikt zu befolgen und unnötige Risiken zu vermeiden.

    Kommentare

    User #5586 (nicht angemeldet)

    Um weniger Schaden oder Tote zu verhindern, bleibt man zuhause. Es ist richtig alles zu schliessen und abwarten. Auch als Bern so viel Schnee erwartete, hätte man anders handeln können...

    Weiterlesen

    Britain Weather
    2 Interaktionen
    Stromausfall & Chaos
    Grossbritannien Sturm
    2 Interaktionen
    «Isha»
    Sturm
    Sturm in Grossbritannien

    MEHR IN NEWS

    Lausanne/Glarus
    2 Interaktionen
    Nach 49 Jahren
    Präsentismus
    18 Interaktionen
    Mehr Frauen
    Stevie Wonder
    Zum Jubiläum

    MEHR AUSNAHMEZUSTAND

    krim ausnahmezustand
    53 Interaktionen
    Nach Angriffen
    9 Interaktionen
    Paris
    3 Interaktionen
    La Paz

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    Schweizer Nati Nations League
    6 Interaktionen
    Nati in Schottland
    Terrorverdacht
    25 Interaktionen
    Sind wieder frei
    premier Andy Burnham
    2 Interaktionen
    Labour-Parteitag
    Schweizer Nati Nico Elvedi
    24 Interaktionen
    Flug-Chaos