Studie warnt: Take-away zum Znacht kann zu Fettleber führen
Schnell, praktisch, beliebt: Take-away gehört für viele zum Alltag. Doch wer häufig zugreift, setzt laut Studie seine Gesundheit aufs Spiel.

Das Wichtigste in Kürze
- Männer erhöhen das Risiko für eine Fettleber ab vier Take-away-Mahlzeiten pro Woche.
- Britische Daten zeigen bei regelmässigem Take-away ein 66 Prozent höheres Risiko.
- Frauen sind weniger gefährdet.
Schnell noch etwas zum Mitnehmen auf dem Heimweg holen – das kennen viele. Wer jedoch mehrmals pro Woche zu Take-away greift, geht laut einer neuen Studie ein Gesundheitsrisiko ein.
Forschende untersuchten den Zusammenhang zwischen häufigem Take-away-Konsum und dem Risiko für eine Fettleber – mit bemerkenswertem Ergebnis.

Die Studie im «American Journal of Epidemiology» basiert auf Daten von über 100'000 Erwachsenen aus Grossbritannien und China.
Auffällig: Vor allem bei Männern zeigte sich ein signifikantes Risiko. Während ein bis drei Take-away-Mahlzeiten pro Woche unproblematisch waren, stieg das Risiko ab vier Mal pro Woche um 30 Prozent.
Vier Jahre lang begleitet
Für den chinesischen Teil der Studie begleiteten die Forschenden über 3000 Erwachsene während vier Jahren. 724 Personen entwickelten in dieser Zeit eine Fettleber – dabei lagert sich zu viel Fett in der Leber ein.
Die Ernährung wurde per Fragebogen erfasst. So konnten die Forschenden den Konsum nachvollziehen.
Das Ergebnis bestätigte sich auch in einem zweiten Datensatz: In der britischen «UK Biobank» mit fast 100'000 Teilnehmenden zeigte sich ebenfalls ein erhöhtes Risiko für eine Fettleber.

Bei diesen Daten der Gesundheitsdatenbank war der Zusammenhang noch deutlicher: Männer, die regelmässig Take-away assen, hatten ein um 66 Prozent höheres Risiko für eine Fettleber. Bei Frauen zeigte sich kein klarer Zusammenhang.
Verpackungen können problematische Stoffe enthalten
Als mögliche Gründe für den Zusammenhang nennen die Autoren mehrere Faktoren. Typische Take-away-Mahlzeiten enthalten oft viel Fett, Zucker und Salz. Gleichzeitig fehlen häufig Ballaststoffe und Mikronährstoffe.
Dazu kommen Stoffe aus Verpackungen, zum Beispiel Bisphenol A und Phthalate. Das sind Chemikalien, die in Plastikverpackungen und Beschichtungen stecken können.

Allerdings wurde in der neuen Studie nicht gemessen, wie viele dieser Chemikalien die Teilnehmer tatsächlich aufnahmen.
Die Forschenden betonen: Eine klare Empfehlung gibt es nicht – Take-away mache nicht automatisch krank. Es handele sich um eine Beobachtungsstudie.
















