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    Streit um Rabatt-Aktionen: Niederlage für Aldi-Süd vor EuGH

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    Luxemburg,

    Aldi-Süd verliert vor dem EuGH im Streit um irreführende Preisnachlässe.

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    Das Logo von Aldi Süd ist an einer Filiale in München zu sehen. - dpa-infocom GmbH

    Bananen um 23 Prozent reduziert – mit solchen Angeboten locken Supermärkte ihre Kunden. Aber ist es wirklich ein Schnäppchen oder wird gemogelt? Der EuGH findet nun deutliche Worte.

    Im Streit um irreführende Angebote hat der Discounter Aldi-Süd eine Niederlage vor dem höchsten europäischen Gericht kassiert. Wenn etwa in Prospekten ein Rabatt angegeben werde, müsse dieser sich auf den niedrigsten Preis der vergangenen 30 Tage beziehen, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH). So sollen Händler daran gehindert werden, Konsumenten irrezuführen, indem sie Preise erst erhöhen, dann wieder reduzieren «und damit gefälschte Preisermässigungen ankündigen».

    Verbraucherzentrale begrüsst Urteil

    Hintergrund ist eine Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Sie begrüsste das Urteil und erwartet künftig deutlich mehr Transparenz für Konsumentinnen und Konsumenten.

    Im konkreten Fall wurde mit dem Slogan «Deutschlands bester Preis» unter anderem für Bananen und Ananas geworben. Bei den Ananas war nach Angaben des EuGH die Rede von einem «Preis-Highlight» von 1,49 Euro pro Stück. Daneben durchgestrichen stand ein Preis von 1,69 Euro. Kleingedruckt war allerdings zu lesen, dass der niedrigste Preis der vergangenen 30 Tage bei 1,39 Euro lag – und damit unter dem «Preis-Highlight».

    Irreführende Rabatte aufgedeckt

    Bei Bananen wurde neben dem Preis von 1,29 Euro pro Kilo ein Rabatt von 23 Prozent und ein durchgestrichener Preis von 1,69 Euro angegeben. Kleingedruckt gab der Discounter auch hier den günstigsten Preis der vergangenen 30 Tage an – der lag allerdings ebenfalls bei 1,29 Euro.

    Seit knapp zwei Jahren müssen Händler bei jeder Preisermässigung als Referenz den günstigsten Preis der vergangenen 30 Tage angeben. Die Verbraucherzentrale argumentierte aber, dass Rabatte sich dann auch auf den günstigsten Preis beziehen sollten – und nicht auf den Preis unmittelbar vor Beginn des Angebots.

    Aldi-Süd täuscht Kunden

    Es reiche nicht, so wie Aldi-Süd den günstigsten Preis der vergangenen 30 Tage nur anzugeben, den Rabatt darauf aber nicht zu beziehen. «Mit diesem Trick täuschte Aldi eine ernsthafte Preisreduzierung vor, tatsächlich dürfte jedoch der gestrichene Preis nur deshalb kurz zuvor heraufgesetzt worden sein, um anschliessend mit einer attraktiven Preisreduzierung werben zu können», teilte Cornelia Tausch,

    Vorständin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit. Dem folgten die Richter in Luxemburg weitestgehend. Nun muss das Gericht in Düsseldorf über den konkreten Fall entscheiden und dabei die Rechtsprechung des EuGH beachten.

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