Stiko erneuert Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche
Die Stiko empfiehlt keine Coronaimpfung mehr für gesunde Kinder und Jugendliche in Deutschland. Auch Empfehlungen für Erwachsene werden erneuert.

Das Wichtigste in Kürze
- In Deutschland erneuert Stiko die Corona-Impfempfehlungen.
- Demnach soll eine Coronaimpfung für gesunde Kinder und Jugendliche entfallen.
- Die geplanten Neuerungen werden in die allgemeinen Impfempfehlungen 2023 eingenommen.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) will für gesunde Kinder und Jugendliche in Deutschland keine Coronaimpfung mehr empfehlen. Die Nachricht wurde von Stiko-Mitglied Martin Terhardt in einer Videoschalte zu einem Beschlussentwurf des Expertengremiums angekündigt.
Der Entwurf ging am 26. April in das sogenannte Stellungnahmeverfahren an die Bundesländer und Fachkreise. Doch bis zur fertigen Stiko-Empfehlung können sich noch Änderungen ergeben.
Der Schritt wurde vom Gremium mit der «Seltenheit schwerer Verläufe» bei Minderjährigen ohne Vorerkrankung begründet. Weiter wird betont, es gebe keine Sicherheitsbedenken.
Für gesunde Fünf- bis Elfjährige sieht die bisherige Stiko-Empfehlung eine Corona-Impfstoffdosis vor. Für Zwölf- bis 17-Jährige eine Grundimmunisierung plus eine Auffrischimpfung.
Stiko sieht jährliche Auffrischimpfungen für Ältere und Kranke vor
In der künftigen Empfehlung sind jährliche Auffrischimpfungen vorgesehen: Für Menschen ab 60 und Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Auch für Mensbevorzugte Zeitpunkt ist der Herbst, wie von der Grippeschutzimpfung bekannt. Das soll schweren Krankheitsverläufen vorbeugen. Diese Booster-Empfehlung gilt zudem für Menschen, die in Medizin und Pflege arbeiten und dadurch ein erhöhtes Infektionsrisiko haben.
Für gesunde Erwachsene bis 59 Jahre sind Terhardt zufolge zunächst keine weiteren Auffrischimpfungen geplant. Menschen aus dieser Gruppe sollten eine Basisimmunität aufgebaut haben: durch mindestens zwei Impfungen plus Auffrischimpfung oder Infektion.
Mit den geplanten Neuerungen nimmt die Stiko die Covid-19-Impfung in ihre allgemeinen Impfempfehlungen 2023 auf. Damit soll der Entwicklung der Basisimmunität in der Bevölkerung und den Viruseigenschaften Rechnung getragen werden. Bisher hatte das Gremium in der Pandemie gesonderte Covid-19-Impfempfehlungen ausgesprochen. Diese wurden immer wieder angepasst – bisher mehr als 20 Mal.












