Starmer bei Trump: Frieden in der Ukraine braucht Stärke

    Sandra Morgenroth
    Sandra Morgenroth

    USA,

    Grossbritanniens Premier Starmer erwägt militärische Unterstützung zur Sicherung eines möglichen Friedensabkommens in der Ukraine bei seinem Treffen mit Trump.

    trump starmer
    Starmer während seines Besuches bei Donald Trump im Weissen Haus. - keystone

    Starmer bekräftigte in Washington seine Bereitschaft, Truppen zur Sicherung eines Friedensabkommens in der Ukraine einzusetzen.

    «Das Vereinigte Königreich ist bereit, Truppen am Boden und Flugzeuge in der Luft einzusetzen, um ein Abkommen zu stützen, in Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten, denn nur so kann der Frieden dauerhaft bestehen.»

    Das erklärte Starmer während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump, wie «Boerse» schreibt.

    Gespräche über Friedensabkommen

    Starmer lobte Trump mehrfach dafür, die Diskussion über ein Friedensabkommen angestossen zu haben.

    trump starmer
    Starmer und Trump sprechen bei ihrem Treffen unter anderem über den Frieden in der Ukraine. - keystone

    Starmer erklärte, man habe über ein hartes, aber faires Abkommen gesprochen. Die Ukraine sei massgeblich beteiligt.

    Starmer: Frieden darf den Aggressor nicht belohnen

    Es müsse durch Stärke abgesichert werden, damit Putin nicht zurückkehre, um mehr zu fordern.

    «Es darf kein Frieden sein, der den Aggressor belohnt. Die Geschichte muss auf der Seite des Friedensstifters sein, nicht auf der des Invasoren», unterstrich Starmer seine Position.

    Trumps zurückhaltende Reaktion

    Trotz Starmers deutlicher Signale für eine mögliche militärische Unterstützung zur Absicherung eines Friedensabkommens, zeigte sich der US-Präsident zurückhaltend.

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    Donald Trump und Keir Starmer. - keystone

    Er äusserte seine Überzeugung, dass der russische Präsident Wladimir Putin sich an eine mögliche Waffenruhe halten würde.

    «Ich kenne ihn jetzt seit langem, ich glaube nicht, dass er sein Wort brechen wird.» Das sagte Trump während der gemeinsamen Pressekonferenz.

    Diskussion über Ukraine-Konflikt

    Starmer warnte vor den Folgen einer unzureichend abgesicherten Waffenruhe.

    «Wenn es eine Waffenruhe ohne eine Absicherung gibt, wird er einfach abwarten und wiederkommen, weil seine Absichten gegenüber der Ukraine ziemlich offensichtlich sind.»

    Trump: «Es geht ziemlich schnell voran»

    Trump hingegen betonte die Notwendigkeit eines «Deals» über eine Waffenruhe, bevor Entscheidungen über ausländische Friedenstruppen getroffen werden könnten.

    Glaubst du, der Krieg zwischen Russland und der Ukraine endet bald?

    Er äusserte sich optimistisch über die Fortschritte in den Verhandlungen: «Ich denke, wir haben viele Fortschritte gemacht und es geht ziemlich schnell voran.»

    Europäische Bemühungen

    Frankreich und Grossbritannien haben die Entsendung von Friedenstruppen zur Absicherung einer Waffenruhe angeboten. Die «Tagesschau» berichtet darüber.

    trumps starmer
    Kaum ein G7-Staatschef blieb von Trumps Kritik verschont – auch Starmer. - keystone

    Sie fordern im Gegenzug die Unterstützung der USA, unter anderem bei der Satellitenüberwachung und einer möglichen Luftsicherung.

    Starmer setzt auf höhere Verteidigungsausgaben

    Im Vorfeld seines USA-Besuchs kündigte Starmer eine Erhöhung der britischen Verteidigungsausgaben an. Diese sollen von 2,3 Prozent auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis 2027 steigen.

    «Wir sind sehr zufrieden mit der Ankündigung von Premierminister Starmer», kommentierte ein ranghoher Vertreter der US-Regierung.

    Kommentare

    User #1798 (nicht angemeldet)

    Intellektuell ist Starmer Trump haushoch überlegen. Seine Überlegungen zu Sicherheitsgarantien sind absolut korrekt, auch wenn Trump das nicht einsieht.

    User #5811 (nicht angemeldet)

    Man Stelle sich vor die USA baut seltene Erde ab und es fällt eine russische Bombe. Overkill, dann flippt Trump völlig aus. Jetzt geht's darum alles unter ein Abkommen zu bringen. Wie das endet wissen wir bereits heute.

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