Star-Regisseur Almodóvar bezeichnet Trump als «Monster»
Der spanische Star-Regisseur Pedro Almodóvar («The Room Next Door») sieht Europäer in der Pflicht, ein Schutzschild gegen Politiker wie Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Wladimir Putin zu bilden.

«Wir sind, vor allem als Europäer, dazu verpflichtet, eine Art Schild gegen diese Monster wie Trump, Netanjahu oder den Russen zu werden», sagte er bei den Filmfestspielen in Cannes.
Sie seien dazu verpflichtet, weil man hier das Völkerrecht achte. Es gebe eine Grenze für all den «Wahnsinn» Trumps, führte er aus. «Europa darf sich niemals Trump unterwerfen», sagte der 76-jährige Regisseur, der einen Anstecker mit der Aufschrift «Free Palestine» trug. Einige Tage zuvor hatte der spanische Hollywood-Star Javier Bardem in Cannes die aus seiner Sicht «toxische Männlichkeit» der drei Machthaber kritisiert.
Almodóvar sagte, ihm scheine es auch eine «moralische Pflicht» zu sein, dass sich Künstler zu gesellschaftlichen Problemen äusserten. Zwar verurteile er niemanden, der sich nicht äussere, doch seien Schweigen und Angst ein schlechtes Zeichen dafür, dass die Demokratie bröckele.
In Cannes stellte Almodóvar seinen Film «Bitter Christmas» vor, der ins Rennen um die Goldene Palme geht. Die Tragikomödie verknüpft die Geschichte eines Filmemachers in der Krise mit der einer Werberegisseurin, die sich später als Figur seines Drehbuchs entpuppt. Der Film spielt bewusst mit zwei Handlungsebenen und zwei Zeitsträngen und der Frage, inwieweit die Realität die Fiktion beeinflussen darf.
Almodóvar ist der international bekannteste Regisseur Spaniens. Sein Film «Alles über meine Mutter» gewann 2000 einen Oscar. Einen weiteren Oscar erhielt er 2003 für «Sprich mit ihr».










