Bereits zuvor hatten viele Libanesen wegen der Treibstoffkrise täglich stundenlang ohne Strom auskommen müssen. Der Komplettausfall wird wohl mehrere Tage dauern - Krankenhäuser sind akut gefährdet.
Vor Tankstellen im Libanon bilden sich wegen der Treibstoffengpässe regelmässig lange Schlangen. Foto: Marwan Naamani/dpa
Vor Tankstellen im Libanon bilden sich wegen der Treibstoffengpässe regelmässig lange Schlangen. Foto: Marwan Naamani/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Libanon ist die Stromversorgung durch den staatlichen Anbieter komplett zusammengebrochen.

Die beiden grössten noch laufenden Kraftwerke hätten am Freitag beziehungsweise Samstag wegen Treibstoffmangels den Betrieb eingestellt, teilte die staatliche Strombehörde EDL mit. Das Stromnetz sei zusammengebrochen und könne derzeit nicht wiederhergestellt werden. Der Ausfall werde voraussichtlich mehrere Tage dauern, sagte ein Regierungsvertreter der Deutschen Presse-Agentur.

Der staatliche Anbieter lieferte schon vor dem Zusammenbruch täglich nur noch sehr wenig Strom. Vor zwei Wochen hatte er bereits vor dem Zusammenbruch gewarnt.

Private Generatoren als letztes Mittel

Viele Libanesen müssen täglich stundenlang ohne Strom auskommen. Das gefährdet akut etwa auch die Krankenhäuser im Land. Vor Tankstellen bilden sich wegen der Treibstoffengpässe regelmässig lange Schlangen. Privathaushalte und Unternehmen, die es sich leisten können, erzeugen ihren Strom inzwischen selbst mit Hilfe von Generatoren. Auch deren Betrieb wird aber immer teurer.

Das kleine Land am Mittelmeer erlebt seit fast zwei Jahren die schwerste Wirtschafts- und Finanzkrise seiner Geschichte. Rund drei Viertel der Bevölkerung leben mittlerweile in Armut.

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