Spaniens Rechtspopulisten reichen Misstrauensantrag gegen Sánchez ein

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    Spanien,

    Gegen Spaniens sozialistischen Regierungschef Pedro Sánchez wurde ein Misstrauensantrag eingereicht. Dies von der rechtspopulistischen Partei Vox.

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    Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien, muss sich einem Misstrauensantrag der rechtspopulistischen Vox-Partei stellen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die rechtspopulistische Partei Vox hat in Spanien einen Misstrauensantrag eingereicht.
    • Dieser stellt sich gegen den sozialistischen Regierungschef Pedro Sánchez.
    • Die Abstimmung über den Antrag findet am Donnerstag statt.

    Die rechtspopulistische Partei Vox hat in Spanien einen Misstrauensantrag gegen den sozialistischen Regierungschef Pedro Sánchez eingereicht. «Diese Regierung hat uns Elend und Armut gebracht.» Dies sagte der Vox-Abgeordnete Ignacio Garriga am Mittwoch im Parlament in Madrid zum Auftakt der Debatte über die Abwahl von Sánchez.

    Die Abstimmung über den Antrag, bei der der Vox-Chef und Stierkampf-Fan Santiago Abascal als Gegenkandidat antritt, findet am Donnerstag statt. Der Initiative werden allerdings keine Aussichten auf Erfolg eingeräumt. Das gab auch Garriga zu.

    «Schlechteste Regierung der vergangenen 80 Jahre»

    Abascal sprach von einer «verbrecherischen» Regierung, die mit Mafiaorganisationen und separatistischen Gruppen zusammenarbeite. Sie sei «die schlechteste Regierung der vergangenen 80 Jahre». Er kritisierte unter anderem das Management der Corona-Pandemie, die Spanien so hart trifft wie kaum ein anderes Land Westeuropas.

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    Pedro Sanchez erhielt 167 Ja-Stimmen, 165 Abgeordnete stimmten gegen ihn. - dpa

    Vox ist die drittstärkste Fraktion im Parlament, dem Congreso de los Diputados, und verfügt dort über 52 der 350 Sitze. Die restlichen grösseren Oppositionsparteien, darunter die konservative Volkspartei PP und die liberalen Ciudadanos, haben schon mitgeteilt, dass sie den Antrag nicht unterstützen wollen, auch wenn sie die Arbeit der Regierung immer wieder scharf kritisieren. Für die Annahme des Antrags sind mindestens 176 Ja-Stimmen notwendig.

    Fünfter Misstrauensantrag seit 1975

    Es ist der fünfte Misstrauensantrag in Spanien seit dem Ende der Diktatur von Francisco Franco im Jahr 1975. Die beiden ersten blieben in den 1980er Jahren erfolglos. In den vergangenen Jahren häuften sich die Anträge.

    Der dritte wurde 2017 vom Linksbündnis Unidas Podemos gegen die konservative Minderheitsregierung von Mariano Rajoy eingebracht – und deutlich abgewiesen. Etwa ein Jahr später, Anfang Juni 2018, wurde Rajoy aber doch gestürzt, als der Sozialist Sánchez sich mit seinem Misstrauensvotum durchsetzte.

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