Spanien ausser Kanaren nun Corona-Risikogebiet für deutsche Urlauber

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    Deutschland reagiert auf die steigenden Corona-Zahlen in Mallorca. Das Land setzt Spanien auf die Risikoliste. Einzige Ausnahme sind die Kanarischen Inseln.

    Mallorca
    Auf einem Urlaubstrand starb einer der beiden, als dieser beim Schliessen des Sonnenschirms von einem Blitz getroffen wurde. (Synonym) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Deutschland setzt die Balearen und damit auch Mallorca, auf die Risikoliste.
    • Auf den zu Spanien gehörenden Inseln stiegen die Corona-Infektionszahlen rasant an.
    • Ausgenommen von der Risikoliste sind nur noch die Kanarischen Inseln.

    Das Urlaubsland Spanien gilt - mit Ausnahme der Kanarischen Inseln - für das Corona-Krisenmanagement in Deutschland nun als Risikogebiet wegen hoher Infektionszahlen. Das entschieden die beteiligten Bundesministerien, wie es am Freitag aus Regierungskreisen hiess. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

    Nun sind also auch Mallorca-Reisende betroffen. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in Quarantäne begeben.

    Man kann sich im Urlaubsland testen lassen

    Für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich schon im Urlaubsland in den 48 Stunden vor der Abreise testen. Dann müssen sie den Test aber selbst bezahlen.

    Oder sie lassen sich bis zu drei Tage nach der Rückkehr in Deutschland testen. Das ist dann kostenlos. In häuslicher Quarantäne muss man so lange bleiben, bis das Testergebnis da ist. In der Regel dauert das laut Gesundheitsministerium 24 bis 48 Stunden.

    Coronavirus - Mallorca
    Badegäste stehen an einem Strand auf Mallorca. Nach einer mehr als zweimonatigen Zwangsschliessung wegen der Corona-Pandemie haben Mallorca und viele andere Regionen Spaniens am Montag ihre Strände wieder geöffnet. - dpa

    Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des bundeseigenen Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor, die fortlaufend aktualisiert wird.

    Sie umfasst derzeit etwa 130 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA. In Spanien standen bereits die Regionen Aragón, Navarra, das Baskenland, Katalonien und die Hauptstadt Madrid auf der Liste. Mit der Ausweitung sind künftig auch die Balearen mit der Ferieninsel Mallorca davon umfasst.

    Erstmals wieder im Freien: Kinder in Spanien
    Erstmals wieder im Freien: Kinder in Spanien - AFP

    Bisher gibt es für Spanien schon Reisewarnungen für die Hauptstadt Madrid, Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und die Strände der Costa Brava sowie für das spanische Baskenland und die Regionen Navarra und Aragón.

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