Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige in Österreich beschlossen
Die Österreichische Bundesregierung hat ein Social-Media-Verbot für Jugendliche bis 14 Jahre beschlossen. Sie vereinbarte zudem, dass an den Allgemeinbildenden Höheren Schulen der Oberstufe Medienkompetenz und Demokratie sowie der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) mehr Gewicht erhält.

Auch auf diese umstrittene Reform der Lehrpläne einigte sich die Bundesregierung, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Freitag schrieb. Die Lehrplanreform soll im Schuljahr 2027/28 in Kraft treten.
Im Gegenzug zum Ausbau der Medienkompetenz wird bei den Lateinstunden gekürzt – wenn auch nach Protesten nicht so stark wie ursprünglich von Bildungsminister Christoph Wiederkehr geplant.
Die Eckpunkte der Einigung sehen vor, dass der Informatikunterricht – derzeit zwei Stunden über die gesamten vier Oberstufenjahre – um den Bereich KI ergänzt wird. Es geht etwa ums Verstehen der Funktionsweise von digitalen Systemen, Erkennen von Potenzialen und Risiken.
Im neuen Pflichtfach «Medien und Demokratie» soll es um den Nutzen von klassischen wie sozialen Medien gehen. Die Jugendlichen sollen ausserdem lernen, wahr von falsch zu unterscheiden und demokratiefeindliche und radikalisierende Einflussversuche zu erkennen.
Das Bildungsministerium hat sich laut Unterlagen mit den Schulpartnern darauf geeinigt, dass die Schulen autonom zwischen dem Unterricht von Medienkompetenz als eigenem Gegenstand oder in Form eines Fächerbündels entscheiden können. Bei Latein werden dafür in der Oberstufe zwei der bisher zwölf Stunden gekürzt. Ursprünglich sollten vier Stunden wegfallen.
Die Gesamtstundenanzahl der Oberstufe der Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) dürfe durch die Einführung des neuen Fachs nicht steigen, wurde in der Mitteilung des Ministeriums betont. Laut der Österreichischen Agentur für Bildung und Internationalisierung OEAD endet die Oberstufe der Allgemeinbildenden Höheren Schulen AHS mit der Maturaprüfung nach dem 12. Schuljahr.










