Die Slowakei hat im Zuge ihres Abkommens mit Finnland 76 Radschützenpanzer des Typs AMV XP bestellt. Die Kosten dafür belaufen sich auch über 447 Millione Euro.
Die Flagge der Slowakei.
Die Flagge der Slowakei. (Symbolbild) - Pixabay
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Slowakei bestellt für 447 Millionen Euro Panzer bei Finnland.
  • Ein entsprechendes zwischenstaatliches Abkommen wurde heute unterzeichnet.
  • Die slowakische Industrie wird ebenfalls zu 40 Prozent an dem Auftrag beteiligt.

Der Nato-Mitgliedstaat Slowakei beschafft 76 Radschützenpanzer vom Typ AMV XP des finnischen Rüstungsherstellers Patria. Grundlage ist ein Abkommen, das der slowakische Verteidigungsminister Jaroslav Nad und sein finnischer Kollege Antti Kaikkonen am Dienstag unterzeichneten. Die Kosten des Auftrags einschliesslich Logistik und Munition belaufen sich nach Angaben der Nachrichtenagentur TASR auf 447 Millionen Euro.

Die slowakische Industrie soll zu 40 Prozent an dem Auftrag beteiligt werden. So werden die gepanzerten Vierachser mit dem ferngesteuerten Turm Turra 30 des heimischen Herstellers EVPU aus Nova Dubnica ausgestattet. Die ersten der Mehrzweckmilitärfahrzeuge sollen im September 2023 ausgeliefert werden. Das Ukraine-Nachbarland Slowakei will damit auch seiner Verpflichtung im Rahmen der Nato nachkommen, eine schwere mechanisierte Brigade aufzustellen.

Erst vor kurzem hatte die deutsche Bundesregierung einen sogenannten Ringtausch mit der Slowakei vereinbart. Das Land wird im Gegenzug für eine Lieferung von 30 älteren Schützenpanzern an die Ukraine 15 deutsche Kampfpanzer erhalten. Die Slowakei hat rund 5,5 Millionen Einwohner und ist seit 2004 EU- und Nato-Mitglied.

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