Selbstporträts haben in der bildenden Kunst eine lange Tradition. Auch der österreichische Maler Egon Schiele (1890-1918) war sich selbst ein beliebtes Modell. 21 seiner Körper- und Selbstbildnisse sind gegenwärtig in der Wiener Albertina modern zu sehen (noch bis zum 23. Januar 2022).
«Selbstbildnis mit Lampionfrüchten», 1912, von Egon Schiele ist ein Werk der Sammlung Leopold im Leopold Museum (Ö).
«Selbstbildnis mit Lampionfrüchten», 1912, von Egon Schiele ist ein Werk der Sammlung Leopold im Leopold Museum (Ö). - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • «Schieles Selbstbildnisse zeigen den Künstler als artiste maudit, als glücklosen, ausgestossenen Künstler», heisst es dazu vom Museum.

Schiele, der erst posthum Ruhm erlangte, steht dabei in der Tradition der künstlerischen Moderne, der es weniger um Wiedererkennbarkeit ging, sondern um einen Blick «hinter die Kulissen der Selbstinszenierung», wie das Museum schreibt.

Viele Künstlerinnen und Künstler sind seitdem dem Drang nachgegangen, sich selbst zu porträtieren. In der Ausstellung mit über 130 Werken werden Schiele zwölf Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart gegenübergestellt. Dazu zählen Georg Baselitz, Erwin Wurm, Cindy Sherman oder Valie Export.

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