Ukraine Krieg

    Scholz zu Diplomatie im Ukraine-Krieg: Kein russischer Diktatfrieden

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Olaf Scholz hat sich zur Diplomatie im Ukraine-Krieg geäussert. Russland dürfe keine Gebiete annektieren und einen Frieden diktieren, so der Bundeskanzler.

    Diplomatie nicht unter allen Umständen: Der deutsche Kanzler Scholz betont, bei künftigen Gesprächen über ein Kriegsende müsse die Souveränität der Ukraine gewahrt bleiben. Foto: Christophe Gateau/dpa
    Diplomatie nicht unter allen Umständen: Der deutsche Kanzler Scholz betont, bei künftigen Gesprächen über ein Kriegsende müsse die Souveränität der Ukraine gewahrt bleiben. Foto: Christophe Gateau/dpa - sda - Keystone/dpa/Christophe Gateau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Olaf Scholz hat über diplomatische Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs gesprochen.
    • Russland könne nicht Gebiete annektieren und einen Frieden diktieren, so Scholz.

    Bundeskanzler Olaf Scholz hat mit Blick auf künftige diplomatische Bemühungen für ein Ende des Krieges gegen die Ukraine betont, dass es sich dabei nicht um einen russischen Diktatfrieden handeln könne.

    «Darüber sind sich übrigens in Deutschland alle relevanten politischen Kräfte und vor allem alle, die die deutsche Regierung tragen, und die Mehrheit im Bundestag für die Regierung darstellen, einig», sagte der SPD-Politiker am Dienstag bei einer Pressekonferenz während der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Berlin.

    SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hatte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland kürzlich gesagt, es dürfe keine Chance ausser Acht gelassen werden, «die eine lokale Waffenruhe, den Austausch von Kriegsgefangenen und die Versorgung der Zivilbevölkerung möglich macht». Zu seinem wiederholten Ruf nach mehr Diplomatie sagte er: «Ich stehe uneingeschränkt dazu, die Ukraine gegen den russischen Aggressor zu unterstützen. Ich nehme aber auch Umfragen zur Kenntnis, nach denen 60 Prozent der Deutschen sich mehr diplomatische Initiativen wünschen. Das sollte uns zu denken geben.»

    Grünen-Chef Omid Nouripour warf Mützenich daraufhin vor, wer in der aktuellen Situation nach Verhandlungen rufe, helfe letztlich der russischen Seite, denn der Kreml habe nach den jüngsten ukrainischen Rückeroberungen ein Interesse daran, «den Status quo einzufrieren».

    Scholz: Es geht um «Integrität und Souveränität»

    Scholz äusserte sich auf die Frage eines Journalisten, ob er Forderungen aus der SPD teile, die diplomatischen Bemühungen zu verstärken, zunächst mit einem Verweis auf eine Erklärung der G7 vom 11. Oktober.

    Diese Runde, deren Vorsitz Scholz derzeit führt, habe damit zur Frage der Diplomatie alles gesagt und die Bereitschaft des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sehr begrüsst, sich für einen gerechten Frieden einzusetzen und Raum für Diplomatie zu schaffen.

    Man habe aber auch beschrieben, um was es gehe: «Nämlich Integrität und Souveränität des Landes und dass nicht der Nachbar Russland mit Gewalt sich einen Teil des Territoriums aneignen kann und einen Diktatfrieden diktieren», ergänzte Scholz nun.

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