Ukraine Krieg

    Russland beschiesst Chemiefabrik in Sjewjerodonezk

    DPA
    DPA

    Ukraine,

    Sjewjerodonezk ist das Zentrum der Kämpfe in der Ostukraine. Dort beschiesst Russland eine Chemiefabrik, die hunderten Zivilisten Schutz bietet.

    Bei einem Beschuss der Chemiefabrik Azot wurden nach ukrainischen Angaben vier Menschen getötet.
    Bei einem Beschuss der Chemiefabrik Azot wurden nach ukrainischen Angaben vier Menschen getötet. - Unbekannt/GROUPDF/APA/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland beschiesst die Chemiefabrik Azot in Sjewjerodonezk.
    • Dort suchen laut ukrainischen Angaben hunderte Zivilisten in Bunkern Schutz.
    • Dem britischen Geheimdienst rückt Russland zudem in Richtung der Stadt Isjum vor.

    Die Stadt Sjewjerodonezk ist zum Zentrum der Kämpfe im Osten der Ukraine geworden. Präsident Selenskyj bezeichnet die Schlacht als richtungsweisend. Nun geriet erneut die Chemiefabrik Azot ins Visier.

    Im Osten der Ukraine setzen russische Truppen nach ukrainischen Angaben ihre Angriffe auf Wohn- und Industriegebiete in der schwer umkämpften Stadt Sjewjerodonezk fort.

    Durch den Beschuss der Chemiefabrik Azot seien vier Menschen getötet worden, schrieb der Gouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, am Donnerstag im sozialen Netzwerk Telegram. Die Anlage wird nach ukrainischen Angaben von hunderten Zivilisten als Luftschutzbunker genutzt. Eine vergleichbare Einkesselung durch russische Truppen wie bis vor kurzem in der Hafenstadt Mariupol drohe derzeit jedoch nicht.

    asot
    Blick auf die Chemiefabrik Asot. (APA/GROUPDF) - Keystone

    Von russischer und prorussischer Seite wird immer wieder der Vorwurf geäussert, die Ukrainer hätten die Zivilisten in die Azot-Keller gelockt und das Gelände dann vermint. Belege dafür gibt es nicht. Mehr als 90 Prozent des Luhansker Gebiets, in dem Sjewjerodonezk liegt, ist von Russland bereits besetzt.

    Selenskyj: «Brutale und schwere Schlacht»

    Präsident Selenskyj bezeichnete die Schlacht um Sjewjerodonezk als richtungsweisend für den Kampf im Osten des Landes. «Sjewjerodonezk bleibt das Epizentrum der Auseinandersetzungen im Donbass», sagte er am Mittwoch in einer Videobotschaft.

    Das ukrainische Militär füge dem Gegner dort spürbare Verluste zu. «Das ist eine sehr brutale und schwere Schlacht. Vielleicht eine der schwersten dieses Krieges. In vielem entscheidet sich dort das Schicksal unseres Donbass.»

    Russland rückt in Richtung Isjum vor

    Nach Einschätzung britischer Geheimdienste rücken russische Truppen in den vergangenen Tagen in Richtung der ostukrainischen Stadt Isjum vor. Die Truppen hätten ihre Anstrengungen dort wahrscheinlich verstärkt, hiess es am Donnerstag in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in London. Isjum liegt im Gebiet Charkiw, das an die mittlerweile fast vollständig von den Russen eingenommene Region Luhansk grenzt.

    Spital Isjum
    Ein zerstörtes Spital in Isjum. - Keystone

    Der russische Angriffskrieg auf das Nachbarland dauert inzwischen schon dreieinhalb Monate. Die Angaben der Kriegsparteien können oft nicht von unabhängiger Seite überprüft werden.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    Ukraine Krieg
    186 Interaktionen
    Ukraine-Krieg
    14 Interaktionen
    Laut Ukrainern
    Sjewjerodonezk Ukraine Krieg
    13 Interaktionen
    Kämpfe im Osten

    MEHR IN NEWS

    5 Interaktionen
    Washington/West Palm Beach
    michael mann
    Los Angeles
    florida
    In Florida
    6 Interaktionen
    Anchorage

    MEHR UKRAINE KRIEG

    Nachruf
    «Noch Kind»
    Donald Trump
    347 Interaktionen
    Trump hilft Putin
    Putin Witkoff
    8 Interaktionen
    Moskau
    Putin
    58 Interaktionen
    Berlin

    MEHR AUS UKRAINE

    9 Interaktionen
    Kiew
    2 Interaktionen
    Oleschky
    26 Interaktionen
    Tschernihiw