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    Russischer Botschafter in Polen nicht erschienen

    Keystone-SDA
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    Polen,

    Der russische Botschafter Sergej Andrejew fehlte bei der Klärung mutmasslicher Luftraumverletzung in Polen.

    ARCHIV - Soldaten der polnischen Armee sind auf dem Hauptplatz zu sehen, während sie an den offiziellen Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Beitritts Polens zur Nato teilnehmen. Foto: Beata Zawrzel/ZUMA Press Wire/dpa
    Der polnische Generalstab berichtete auf Twitter von einer Luftraumverletzung durch einen russischen Marschflugkörper am 24. März. Foto: Beata Zawrzel/ZUMA Press Wire/dpa (Archiv) - sda - Keystone/Zuma Press/Beata Zawrzel

    Der russische Botschafter in Polen ist trotz Einbestellung nicht im Aussenministerium in Warschau erschienen, um die mutmassliche Verletzung des polnischen Luftraums durch einen russischen Marschflugkörper zu erklären. Der Diplomat sei am Montag nicht zum anberaumten Gespräch gekommen, sagte ein Sprecher des Ministeriums der polnischen Agentur PAP. Die diplomatische Note mit der Aufforderung, den Vorfall aufzuklären, werde nun auf einem anderen Weg an das russische Aussenministerium weitergeleitet.

    Der Sprecher verwies darauf, dass die Pflichten eines Botschafters im Gastland im Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen klar festgelegt seien. «Wir fragen uns, ob der Botschafter die Anweisungen des Aussenministeriums in Moskau befolgt und ob er in der Lage ist, die Interessen der Russischen Föderation in Warschau ordnungsgemäss zu vertreten», sagte er.

    Luftraumverletzung durch Russland?

    Russland hatte bei den Raketenangriffen auf die Westukraine nach polnischen Angaben am Sonntagmorgen kurzzeitig den Luftraum des Nato-Mitglieds Polen verletzt. Es soll am 24. März um 4.23 Uhr eine Luftraumverletzung durch einen von einem russischen Langstreckenflugzeug abgeschossenen Marschflugkörper gegeben haben, wie der Generalstab der polnischen Streitkräfte auf der Plattform X (vormals Twitter) schrieb.

    Das Objekt sei in der Nähe des Dorfes Oserdow (Woiwodschaft Lublin) in den polnischen Luftraum eingetreten und habe sich 39 Sekunden darin aufgehalten. Polen hatte wegen des nach Worten von Aussenminister Radoslaw Sikorski «absolut inakzeptablen» Vorfalls den russischen Botschafter einbestellt.

    Nato-Generalsekretär wird informiert

    «Wir werden Erklärungen verlangen», betonte Sikorski am Montagmorgen und kündigte zudem an, mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg über die Luftraumverletzung sprechen zu wollen. Sein litauischer Amtskollege Gabrielius Landsbergis forderte unterdessen eine klare Botschaft an Russland, dass alle in den Nato-Luftraum eindringenden Raketen oder Drohnen abgeschossen werden.

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