Rettungsaktion für den Buckelwal wird fortgesetzt

Keystone-SDA
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Deutschland,

Wird die privat organisierte Rettungsaktion für den vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwal Erfolg haben? Rasche Klarheit darüber gibt es wohl nicht. Die Vorbereitungen einschliesslich einer vorsichtigen äusserlichen Untersuchung wurden gestern Nachmittag unterbrochen, um dem Tier Ruhe zu gönnen.

Ein Bagger steht am Morgen auf einem Ponton und soll später bei der Rettung des Buckelwals vor der Ostseeinsel Poel eingesetzt werden. Für den vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwa...
Ein Bagger steht am Morgen auf einem Ponton und soll später bei der Rettung des Buckelwals vor der Ostseeinsel Poel eingesetzt werden. Für den vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwa... - Keystone/dpa/Jens Büttner

Ein Konvoi aus mehreren Lastwagen hatte am Donnerstag Material in den kleinen Hafen von Kirchdorf auf der Insel Poel gebracht. Darunter befinden sich zwei Pontons, die eine wichtige Rolle bei dem Vorhaben spielen sollen. Details der Aktion sind nicht bekannt. Klar ist aber, dass die Helfer versuchen wollen, das tonnenschwere Tier mit Luftkissen anzuheben. Weil der Buckelwal aber seit mehr als zwei Wochen auf dem Grund festliegt, muss zunächst Meeresboden unter ihm weggespült werden.

Der Wal soll dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert werden. Wenn alles gut geht, kann ein Schlepper damit beginnen, die empfindliche Fracht in die tiefere Ostsee und dann durch Kattegat und Skagerrak in die Nordsee und dann in den Atlantik zu ziehen. Dort könnte das Tier im besten Fall in die Freiheit entlassen werden.

Alle Experten gehen davon aus, dass der Wal stark geschwächt und schwer krank ist. Ein Walexperte und zwei Tiermedizinerinnen nahmen am Donnerstag vorsichtig Kontakt zu ihm auf und stellten fest, dass er auf Ansprache reagiert, wie die Sprecherin der Rettungsaktion sagte. Sein Blasrohr sei intakt, an ihm seien keine Entzündungszeichen zu erkennen. Aufregung zeige der Meeressäuger nicht.

Hinter dem Rettungsversuch steht eine private Initiative um Mediamarkt-Gründer Walter Gunz und Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die aus dem Pferdesport bekannt ist. Sie finanzieren und organisieren die Aktion mit Einverständnis der Behörden in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Meeresbiologe Boris Culik äusserte sich positiv zum Rettungsversuch. Er schätze die Massnahmen, die man vorhabe, als sehr vielversprechend ein, sagte Culik, der früher am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel gearbeitet hat. Ob der Wal überlebe, sei ungewiss, sagte der Meeresbiologe. Denn das Hauptproblem – das Netz in seinem Maul – bleibe bestehen. Culik sagte: «Wenn man ihn nicht davon befreit, wie soll er sich dann ernähren und wieder zu Kräften kommen?»

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beteiligt sich nicht an der geplanten Rettungsaktion, denn nach den vorliegenden Informationen sei der Wal krank und stark geschwächt, so eine Sprecherin.

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Kommentare

User #4733 (nicht angemeldet)

Greenpeace will die Wale retten, scheitert aber bereits bei einem kläglich.

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