Recyclingquoten bei Verpackungen erfüllt

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    In Deutschland fällt immer mehr Verpackungsmüll an. Doch auch das Recycling-System macht weiter Fortschritte. Experten fordern von den Herstellern mehr Verantwortung beim Verpackungsdesign.

    Der Verpackungsmüll privater Verbraucher wird in grösserem Umfang verwertet. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
    Der Verpackungsmüll privater Verbraucher wird in grösserem Umfang verwertet. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Masse an recycelten Verpackungen ist im vergangen Jahr erneut gestiegen.

    2020 wurden insgesamt rund 5,8 Millionen Tonnen Verpackungen aus dem privaten Endverbrauch wieder aufbereitet - ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

    Das geht aus Zahlen der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) hervor, die am Donnerstag in Berlin gemeinsamen mit dem Umweltbundesamt veröffentlicht wurden. Damit hätten die Dualen Systeme die gesetzlich vorgegebenen Recyclingquoten erreicht. Die Dualen Systeme sind für die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verpackungen zuständig und verpflichtet, die entsprechenden Mengen der ZSVR zu melden.

    Vor allem wegen grosser Fortschritte bei recyclinggerecht gestalteten Verpackungen seien die Quoten erreicht worden. «Das Marketing hat die ökologische Verpackung entdeckt. Ist es die recyclinggerechte Monoverpackung, die zudem Material spart, dann hat der Mindeststandard seine Wirkung erzielt», sagte Gunda Rachut, Vorständin der für die ZSVR zuständigen Stiftung. Jedoch: «Wenn es ein schwer recycelbarer Materialverbund ist, der nur mit brauner Farbe 'Öko' suggeriert, dann ist das in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft eine Sackgasse.»

    Auch das Umweltbundesamt appellierte daher an die Hersteller, ihre Verpackungen weiter zu überprüfen und systematisch ökologisch zu optimieren. Trotz der positiven Nachrichten seien «die verblieben Herausforderungen schon auch noch gewaltig», sagte Bettina Rechenberg, Fachbereichsleiterin im Umweltbundesamt (UBA).

    «Bei der Verpackungsgestaltung und bei der Verpackungsentsorgung entscheidet sich aus unserer Sicht schon in den nächsten Jahren, ob ein Übergang zu einer echten Kreislaufwirtschaft im Bereich Verpackungen gelingt.» Das Umweltbundesamt fordert in dem Zusammenhang deutlich mehr Mehrwegverpackungen, etwa beim Versandhandel und dem «to go»-Verzehr.

    «Die Richtung ist positiv: Das Verpackungsgesetz hat die notwendigen Entwicklungen angestossen», sagte Rachut. «Für die nicht vermeidbare Verpackung gibt es keine Entschuldigung mehr, sie nicht als zukünftige Ressource zu gestalten.» Die Zentrale Stelle Verpackungsregister in Osnabrück ist eine Stiftung. Seit Anfang 2019 ist sie als Behörde für mehr Transparenz und Kontrolle beim Verpackungsrecycling zuständig.

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