Putin stimmt einwöchiger Feuerpause auf Ukraine zu
Kremlchef Wladimir Putin soll einer einwöchigen Pause der russischen Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte zugestimmt haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Trump sagt, er habe Putin um eine einwöchige Waffenruhe in Kiew gebeten.
- Der russische Präsident habe dem Antrag laut Trump zugestimmt.
- Der Kreml hat diese angebliche Vereinbarung bislang nicht bestätigt.
Laut CNN-Reporterin Alayna Treene soll Donald Trump den russischen Präsidenten Putin persönlich gebeten haben, «Kiew nicht anzugreifen». Putin habe dem Ex-US-Präsidenten angeblich zugestimmt – vorerst für eine Woche.
Der Grund laut Treene: das kalte Wetter in der Ukraine. Trump habe demnach auch appelliert, weitere Städte zu verschonen. Die Reporterin beruft sich auf eigene Recherchen und veröffentlichte die brisanten Angaben auf X.
Trump sagte, viele hätten ihm nicht zugetraut, dass er ein solches Zugeständnis bekommen würde, und zeigte sich über das Ergebnis «sehr zufrieden».
Keine Bestätigung aus Moskau
Offiziell hat der Kreml diese Darstellung nicht bestätigt. Russland äusserte sich bislang nicht direkt zu der angeblichen Vereinbarung, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt auszusetzen.
Die Ukraine und Russland befinden sich weiterhin in einem fast vier Jahre andauernden Krieg, in dessen Verlauf wiederholt heftige Kämpfe auch um zivile Infrastruktur geführt wurden.
Trotz diplomatischer Initiativen und Gesprächen, etwa in Abu Dhabi oder auf internationaler Ebene, ist kein dauerhafter Waffenstillstand in Sicht.
Der bislang letzte Luftalarm in Kiew wurde in der Nacht zum Mittwoch ausgelöst. In der Nacht zum Donnerstag flogen die Drohnen bereits an der ukrainischen Hauptstadt vorbei, schlugen aber andernorts im Land ein.
Russische Militärblogger gaben sich bereits empört. Es gebe Informationen, dass den russischen Streitkräften bereits seit diesem Donnerstagmorgen (07.00 Uhr (Ortszeit)/05.00 Uhr MEZ) Schläge gegen Kiew und das Umland sowie gegen sämtliche Infrastrukturobjekte verboten worden seien, schrieb der Militärblogger Romanov Light. Er veröffentlichte mehrere Beiträge russischer Soldaten, die in dem Zusammenhang von «Verrat» sprachen.
Der vielgelesene und dem russischen Verteidigungsministerium nahestehende Blog Rybar spekulierte, dass eine mögliche Pause mit der bevorstehenden Verhandlungsrunde in Abu Dhabi zusammenhängen könnte, wo Russen und Ukrainer unter Vermittlung der USA über ein Ende des seit vier Jahren dauernden Kriegs sprechen. Zugleich hiess es bei Rybar, eine Waffenruhe aus humanitären Erwägungen, um die ukrainische Bevölkerung während des Frostes zu schützen, «sinnlos» sei. Schläge gegen das ohnehin geschwächte Energienetz des Nachbarlands seien «ein sehr guter Hebel» gegen Kiew, argumentierte der Blog.
Russland hat die Ukraine in diesem relativ strengen Winter mit schweren Angriffen aus der Luft überzogen. Das ohnehin stark geschwächte Strom- und Wärmenetz wurde weiter systematisch attackiert. So trafen zwei schwere Angriffe Kiew bereits in der ersten Januarhälfte.
Nach erneutem Beschuss der Heizkraftwerke am Samstag waren etwa 6.000 Wohnblöcke und damit gut die Hälfte der Millionenstadt bei teils zweistelligen Minusgraden ohne Fernheizung. Inzwischen sind es «nur noch» etwa 450 Wohnblöcke.
Der Stromversorger musste zu Notabschaltungen greifen. Erst am Donnerstagmorgen wurden wieder planmässige Stromsperren eingeführt, wodurch viele Kiewer zumindest wieder fünf bis acht Stunden Elektrizität täglich haben.
Nach zwei Tagen mit leicht über null Grad werden für das Wochenende wieder starke Fröste mit zum Teil unter minus 20 Grad in der Nacht erwartet. Klitschko hatte die Einwohner bereits aufgefordert, wenn möglich, Kiew zumindest für kurze Zeit zu verlassen.
Der von Trump angekündigten Teilwaffenruhe trauen längst nicht alle in der Ukraine. Der Bürgermeister der Stadt Lwiw, Andrij Sadowyj, rief dazu auf, sich auf den Katastrophenfall vorzubereiten. Der Feind könne versuchen, gerade den starken Frost auszunutzen, um noch einmal gegen das Energienetz loszuschlagen, warnte er bei Telegram.












