Mehr als drei Monate nach seiner Impfung hat der russische Präsident Wladimir Putin nun doch das Geheimnis zu dem ihm im März verabreichten Präparat gelüftet.
Der russische Präsident Wladimir Putin tritt in der Fernsehsendung «Der direkte Draht» auf. Während der im Staatsfernsehen übertragenen Sendung hat Putin am Mittwoch das Geheimnis um seine Impfung gelüftet. Er habe sich im März mit dem russischen Impfstoff Sputnik V impfen lassen, so Putin. Foto: Sergei Savostyanov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Der russische Präsident Wladimir Putin tritt in der Fernsehsendung «Der direkte Draht» auf. Während der im Staatsfernsehen übertragenen Sendung hat Putin am Mittwoch das Geheimnis um seine Impfung gelüftet. Er habe sich im März mit dem russischen Impfstoff Sputnik V impfen lassen, so Putin. Foto: Sergei Savostyanov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa - sda - Keystone/Pool Sputnik Kremlin/AP/Sergei Savostyanov

Das Wichtigste in Kürze

  • Er habe sich mit dem russischen Impfstoff Sputnik V impfen lassen, sagte Putin am Mittwoch bei der im Staatsfernsehen übertragenen Sendung «Der direkte Draht».

«Die Impfung ist ungefährlich», sagte Putin und betonte, dass es keine ernsthaften Nebenwirkungen gebe. Bisher hatte der 68-Jährige stets abgelehnt, den Namen des Impfstoffs zu nennen.

Zugleich behauptete Putin, dass das Vakzin besser sei als andere Impfstoffe. «Gott sei Dank, gibt es bei uns keine solchen tragischen Situationen nach der Impfung - wie nach der Verabreichung von Astrazeneca und Pfizer», sagte Putin.

Russland steht im Westen immer wieder in der Kritik, dort entwickelte Vakzine schlecht zu reden. Im Gegensatz zu westlichen Impfstoffen hat Sputnik V bisher keine Zulassung der Weltgesundheitsorganisation oder der EU. Das Vakzin ist inzwischen in mehr als 60 Ländern zugelassen. Russland selbst erlaubt keine westlichen Impfstoffe.

Der Kremlchef sprach sich einerseits erneut gegen eine landesweite Impfpflicht in Russland aus. Zugleich verteidigte er die Einführung einer verpflichtenden Impfung in einzelnen Regionen, um dort einen wirtschaftlich folgenreichen Lockdown zu verhindern.

In Moskau etwa hatte es zuletzt einzelne Proteste gegen eine Zwangsimpfung gegeben. In der besonders stark vom Coronavirus betroffenen Hauptstadt sind Arbeitgeber in vielen Branchen aufgefordert, die Impfung ihrer Mitarbeiter durchzusetzen.

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