Putin beschiesst Kiew nach Wildberries-Drohnenangriff
Kiew brennt: Nach den Angriffen auf Wildberries-Lager befahl Putin einen Massenraketenbeschuss auf die ukrainische Hauptstadt.

Nach dem Brand in Lagerhallen des russischen Online-Giganten Wildberries hat Moskau mit massiver Feuerkraft reagiert.
Putin liess Kiew in der Nacht auf Sonntag mit ballistischen Raketen beschossen. Es war der schwerste Angriff dieser Art seit Kriegsbeginn.
Dutzende Explosionen erschütterten das Zentrum der Dreimillionenstadt in der Nacht. Wie das «Handelsblatt» berichtet, lies Putin über 40 Raketen verschiedener Typen sowie 120 Angriffsdrohnen gegen die Hauptstadt einsetzen.
Schwere Schäden in der Hauptstadt
Mehrere Wohnhäuser und Autos wurden zerstört, zudem musste eine Metro-Station den Betrieb einstellen, so das «Handelsblatt».
Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge in mehreren Stadtteilen.
Wie die «Kronen Zeitung» berichtet, habe die ukrainische Luftwaffe nur 18 von 41 abgefeuerten Raketen abfangen können.
Selenskyj fordert mehr Patriot-Raketen
Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Beschuss als einen der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew überhaupt.
Er erneuerte seinen dringenden Appell an westliche Partner, mehr Patriot-Lenkwaffen zu liefern. «Der Schutz vor ballistischen Raketen ist derzeit eine ständige und oberste Priorität», zitiert das «Handelsblatt» den ukrainischen Präsidenten.
Laut dem «ORF» betonte Selenskyj, dass Sanktionen gegen Russland weiter verschärft werden müssten.
Putin: Vergeltung für Wildberries-Lagerbrand
Die Angriffe gelten als Reaktion auf ukrainische Drohnenattacken auf Wildberries-Lager in den Regionen Tambow und Moskau. Dabei kamen mindestens acht Mitarbeiter der Nachtschicht ums Leben, über 80 weitere wurden verletzt.

Aussenminister Andrij Sybiha sprach nach dem Angriff von «brutalem Terror», wie das «Handelsblatt» berichtet.
Die ukrainische Seite rechtfertigte die Angriffe auf die Lager mit deren angeblicher Nutzung als militärische Drehscheibe. Kiew erklärte, über die Plattform seien sanktionierte Bauteile für die Drohnenproduktion geliefert worden, wie die «Kronen Zeitung» berichtet.












