Der im Exil lebende ehemalige Ministerpräsident Kataloniens steht nicht mehr für das Amt des Präsidenten zur Verfügung.

Laut der Zeitung «El Nacional» werde Puigdemont den Unabhängigkeitsbefürworter Jordi Sanchez empfehlen. Dieser allerdings sitzt wegen dem Vorwurf des Aufruhrs in Untersuchungshaft in Madrid.

«Ich werde nicht für das Amt des Regionalpräsidenten kandidieren», sagt Carles Puigdemont, Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter in einer Videobotschaft.

Katalonien verharrt gut zwei Monate nach der Wahl des neuen Parlaments in der gegenseitigen Blockade von Separatisten und Gegnern einer Abspaltung. Das Regionalparlament in Barcelona wählte am Donnerstag in der ersten Plenumssitzung seit der Neuwahl im Dezember keine Regierung. Damit wird die autonome Region weiter kommissarisch von der Zentralregierung in Madrid geleitet. (afp)

Alternativ-Kandidat sitzt im Gefängnis

Aktuell regiert Madrid

Kataloniens Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont in Brüssel.
Kataloniens Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont in Brüssel. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Carles Puigdemont, Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter, tritt von seiner Kandidatur zurück.
  • Er will doch nicht Regionalpräsident werden.
  • Allerdings fehlen der Region alternative Kandidaten.
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