Positive Signale zwischen Griechenland und Türkei

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    Griechenland,

    Es gab Küsschen, Umarmungen und ein handfestes Ergebnis: Die Aussenminister von Ankara und Athen haben ein Treffen ihrer Regierungschefs vereinbart. Die meisten Probleme bleiben aber weiter ungelöst.

    Nikos Dendias (l) und Mevlüt Cavusoglu stellen sich nach ihrem Treffen den Fragen der Journalisten. Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa
    Nikos Dendias (l) und Mevlüt Cavusoglu stellen sich nach ihrem Treffen den Fragen der Journalisten. Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan werden sich am Rande des Nato-Gipfels (14.

    Juni) in Brüssel treffen. Das ist das Ergebnis eines Besuchs des türkischen Aussenministers Mevlüt Cavusoglu bei seinem Amtskollegen Nikos Dendias in Athen.

    Die zerstrittenen Nachbarstaaten sind damit in ihren Annäherungsversuchen einen guten Schritt weitergekommen - nicht zuletzt, weil sich die beiden Minister sichtlich gut verstehen. So gab es zur Begrüssung Küsschen und Umarmung sowie einen Spaziergang durch Athen.

    25-Punkte-Plan wurde festgelegt

    «Uns ist voll und ganz bewusst, dass unsere Auffassungen sehr unterschiedlich sind - ausgerechnet bei besonders wichtigen Themen stehen sich die Meinungen sogar diametral gegenüber», sagte Dendias nach dem Treffen mit Cavusoglu. Doch man wolle eine schrittweise Normalisierung der Situation herbeiführen.

    Es sei ein 25-Punkte-Plan zur verstärkten wirtschaftlichen Zusammenarbeit festgelegt worden. Ausserdem werden die beiden Länder künftig ihre Corona-Impfzertifikate und -Tests anerkennen, damit die Bürger sich besuchen können.

    Cavusoglu sendete die positiven Signale zum besseren Miteinander zurück: «Ich möchte sagen, dass wir als Türkei den notwendigen Willen dafür besitzen, und ich bin froh, denselben Willen auch in Griechenland zu sehen.» Der politische und militärische Dialog werde fortgesetzt. So sei eine weitere Expertenrunde beider Länder geplant - es wäre die dritte in diesem Jahr.

    Hoffen auf eine gute Nachbarschaft

    Die Treffen hinter verschlossener Tür haben die Funktion eines Ventils, sollte die Situation zwischen den Nachbarn im Mittelmeer erneut eskalieren. Im vergangenen Jahr standen die beiden Länder wegen des Streits um Erdgasvorkommen in der Region kurz vor einem militärischen Konflikt.

    Beide haben jedoch Interesse an Frieden in der Region. «Wir wollen, dass all diese Probleme und Meinungsverschiedenheiten auf Basis einer guten Nachbarschaft, des internationalen Rechts und mit Respekt gegenüber gegenseitigen Rechten und Interessen gelöst werden», betonte Cavusoglu.

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