Die niederländische Polizei hat die Schutzmassnahmen für Gesundheitsminister Hugo de Jonge verstärkt. Anlass dafür sind mehrere bedrohlich wirkende Vorfälle in der Nähe des Wohnhauses des 54-Jährigen in Rotterdam. Am Freitag wurde dort ein mobiler Polizeiposten mit mehreren Überwachungskameras installiert, wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete. Die Polizei bestätigte demnach, dass vor dem Haus des christdemokratischen Politikers, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist, «sichtbare und unsichtbare Massnahmen getroffen wurden».
Mark Rutte (l), Ministerpräsident der Niederlande, und Hugo de Jonge, Minister für öffentliche Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, erläutern die Corona-Massnahmen.Uhr schliessen. Foto: Bart Maat/ANP/dpa
Mark Rutte (l), Ministerpräsident der Niederlande, und Hugo de Jonge, Minister für öffentliche Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, erläutern die Corona-Massnahmen.Uhr schliessen. Foto: Bart Maat/ANP/dpa - sda - Keystone/ANP/Bart Maat

Das Wichtigste in Kürze

  • Die private Adresse De Jonges kursiert seit einiger Zeit in sozialen Netzwerken - verbunden mit dem Aufruf, sie weiterzuverbreiten.

In den vergangenen Tagen wurde vor dem Haus des Ministers ein als verdächtig eingestuftes Paket gefunden, das sich allerdings als ungefährlich erwies. Später habe ein maskierter Mann Videoaufnahmen von sich vor dem Haus ins Netz gestellt, berichtete die Zeitung «Algemeen Dagblad». Über die Gegensprechanlage habe er verlangt, mit dem Minister über die Corona-Massnahmen der Regierung zu sprechen. Er wurde wegen des Verdachts auf Bedrohung festgenommen.

In den Niederlanden ist wenige Tage vor Weihnachten ein harter Lockdown in Kraft getreten. Die Regierung begründete dies mit der raschen Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Viele Bürger reagierten enttäuscht, doch grosse gewalttätige Proteste wie in den Monaten zuvor blieben zunächst aus.

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