Polen: Junger Neonazi soll Anschlag auf Schule geplant haben
Der polnische Geheimdienst hat einen Jugendlichen festgenommen, der einen Terroranschlag auf eine Schule oder eine Moschee geplant haben soll.

Dies habe die Auswertung von Datenträgern des Verdächtigen ergeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ziel war demnach der «Tod vieler Menschen». Bei der Durchsuchung der Wohnung des 17-Jährigen seien Waffen, Sprengstoff und Gegenstände mit Nazi-Symbolik gefunden worden, schrieb Justizminister Waldemar Jurek auf der Plattform X.
Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter sagte, geht aus den sichergestellten Daten hervor, dass der junge Mann potenzielle Ziele ausgespäht habe. Ausserdem soll er sich mit anderen über die Ausführung von Anschlägen und die Beschaffung von Schusswaffen, Munition und militärischer Ausrüstung sowie über den Einsatz von Granaten und Molotowcocktails ausgetauscht haben. Der Teenager kommt für drei Monate in Untersuchungshaft.
Nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes ABW ist dies bereits die dritte Festnahme im Zusammenhang von Ermittlungen gegen eine Gruppe von jungen Männern, die im Netz in neonazistischen und extremistischen Gruppen aktiv sind. Bereits am Freitag hatte der Geheimdienst bekanntgegeben, dass zwei 16-Jährige aus dem Neonazi-Milieu festgenommen worden seien.














