Die Plädoyers Hunderter Angehörigen um die islamistischen Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris haben begonnen.
Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris
Angehörige der Opfer von den Terroranschlägen 2015 in Paris haben im Prozess das Wort. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 2015 starben in Paris bei einem Terroranschlag 130 Menschen.
  • Am Montag haben die Plädoyers der Nebenkläger im Prozess begonnen.

Im Prozess um die islamistischen Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris mit 130 Toten haben die Plädoyers der vielen Hundert Nebenkläger begonnen. Seit Montag bis zum 7. Juni haben die Anwälte der Überlebenden und Angehörigen das Wort.

Viele von ihnen haben sich auf ein gemeinsames Plädoyer verständigt. Danach sind die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung der 20 Angeklagten geplant. Die Urteile könnten Ende Juni fallen. In dem Prozess wurde an 126 Tagen verhandelt.

Bei der Anschlagsserie am 13. November 2015 hatten Extremisten insgesamt 130 Menschen getötet. Drei Angreifer verübten ein Massaker im Konzertsaal «Bataclan», andere griffen Bars und Restaurants an.

Terrormiliz IS bekannte sich zu Anschlägen

Am Stade de France sprengten sich zudem während eines Fussball-Länderspiels zwischen Deutschland und Frankreich drei Selbstmordattentäter in die Luft. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Taten, die Frankreich ins Mark trafen, für sich.

Der Mehrheit der Angeklagten drohen 20 oder mehr Jahre Haft, darunter auch dem einzigen Überlebenden des Terrorkommandos, Salah Abdeslam. Gegen sechs Angeklagte wird der Prozess in Abwesenheit geführt. Fünf von ihnen kamen vermutlich in der Zwischenzeit in Syrien ums Leben, einer ist wegen Terrorvorwürfen in der Türkei inhaftiert.

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