Pakistan erlebt einen Monsun, der so stark ist wie selten zuvor. Die Regierung ruft den Notstand aus und berichtet von Hunderten Toten.
Eine Familie vor ihrem überfluteten Haus in Jaffarabad.
Eine Familie vor ihrem überfluteten Haus in Jaffarabad. - Zahid Hussain/AP/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Pakistan hat aufgrund der anhaltenden Regenfälle und daraus resultierenden Fluten den Notstand ausgerufen.

Zudem hat das Land am Donnerstag um internationale Hilfe zur Bewältigung der Katastrophe gebeten.

Die Todeszahlen steigen indes weiter: Nach neuesten Zahlen der Nationalen Katastrophenbehörde haben bereits 937 Menschen ihr Leben verloren. Wie ein Sprecher der Behörde der Deutschen Presse-Agentur berichtete, seien ausserdem 33 Millionen Menschen aufgrund der Fluten ohne feste Bleibe. Das seien 15 Prozent der pakistanischen Bevölkerung. «Wir richten derzeit zwei Millionen Notunterkünfte ein», sagte der Sprecher weiter. Das Militär helfe ausserdem bei Evakuierungen.

In der besonders betroffenen Region Belutschistan im Südwesten des Landes hatten Behörden Anfang der Woche Schulschliessung angeordnet. Doch auch der Nordwesten des Landes hat aufgrund der Regenfälle inzwischen mit zerstörten Häusern, Brücken und Strassen zu kämpfen. Die Welthungerhilfe berichtete, dass in manchen Regionen ein Grossteil der Felder durch die Wassermassen zerstört worden seien. «Die Menschen haben ihre Lebensgrundlagen verloren», erklärte die Organisation.

Pakistan leidet seit Mitte Juni unter ungewöhnlich starkem Monsunregen. Die pakistanische Klimaschutzministerin sprach am Donnerstag in den sozialen Medien sogar von den heftigsten Regenfällen in der Geschichte des Landes. Auch Meteorologen warnten bereits Ende Juni vor Rekordfluten. Bereits im Frühjahr war Pakistan von einer ungewöhnlich frühen Hitzewelle betroffen. Experten machen den Klimawandel für die Zunahme von Naturkatastrophen in dem südasiatischen Land verantwortlich

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