Ein umstrittenes Video einer französischen Schülerin führte zu einer Online-Hetze gegen sie. Nun sind die Verfasser von Hassnachrichten vor Gericht.
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Das Video einer französischen Schülerin auf Instagram führte zu einer Online-Hetze. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Video einer französischen Schülerin auf Instagram führte zu einer Online-Hetze.
  • Nun stehen die mutmasslichen Verfasser der Hassnachrichten gegen sie vor Gericht.
  • Ihnen drohen bis zu drei Jahre Haft und eine Geldstrafe von mehreren Tausend Euro.

Ein umstrittenes Video einer französischen Schülerin führte letztes Jahr zu Hassnachrichten gegen sie. Gut ein Dutzend mutmassliche Verfasser stehen nun in Paris vor Gericht.

Den 13 Männern und Frauen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren wird Belästigung zur Last gelegt. Und teils auch die Androhung von Mord. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus dem Gerichtssaal.

Angeklagten drohen drei Jahre Haft

Den Angeklagten drohen demnach je nach Anklagepunkt zwei beziehungsweise drei Jahre Haft. Und Geldstrafen von 30'000 beziehungsweise 45'000 Euro.

Die heute 18-jährige Schülerin hatte sich Anfang vergangenen Jahres auf Instagram über ihre Homosexualität geäussert. Eine anschliessende Diskussion eskalierte. Schliesslich veröffentlichte sie ein Video, in dem sie erklärte, alle Religionen zu hassen.

Schülerin erhielt Polizeischutz

«Der Islam ist eine Religion des Hasses, (...) der Islam ist Scheisse», zitierten französische Medien daraus. Das Video verbreitete sich, die Schülerin wurde bedroht und bekam Polizeischutz.

Im November 2020 veröffentlichte sie ein weiteres Video, in dem sie sich feindlich gegenüber dem Islam äusserte. In dem aktuellen Prozess geht es um Nachrichten, die das Mädchen nach dem Video vom November erreichten.

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