Omikron: Hohes Risiko für zweifach Geimpfte und Genesene

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    Deutschland,

    Experten warnen eindringlich vor Omikron. Das RKI erhöht seine Risikobewertung. Aus Sicht des Epidemiologen Zeeb wird die nächste Welle wohl alle zuvor übersteigen. Er rät zu schärferen Massnahmen noch vor Neujahr.

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    Das RKI befürchtet bei weiterer Verbreitung von Omikron eine weitere Zunahme schwerer Erkrankungen und Todesfälle. Foto: Patrick Seeger/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen der Omikron-Variante des Coronavirus hat das Robert Koch-Institut (RKI) seine Risikobewertung verschärft.

    Für zweifach Geimpfte und Genesene werde die Gefahr einer Ansteckung nun als «hoch» angesehen, teilte das RKI jetzt auf Twitter mit. Für Ungeimpfte bleibt es demnach «sehr hoch».

    Für Geimpfte mit Auffrischimpfung (Booster) schätzt das Institut die Gefährdung hingegen als moderat ein. Insgesamt werde die Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung als «sehr hoch» eingeschätzt, schreibt das Institut in seiner geänderten Risikobewertung. Es warnt vor schlagartiger Erhöhung der Fallzahlen.

    Rasante Verbreitung der Omikronvariante

    «Ursächlich hierfür ist das Auftreten und die rasante Verbreitung der Omikronvariante, die sich nach derzeitigem Kenntnisstand (aus anderen Ländern) deutlich schneller und effektiver verbreitet als die bisherigen Virusvarianten», schreibt das . Die aktuelle Entwicklung sei «sehr besorgniserregend». Zu befürchten sei bei weiterer Verbreitung von Omikron eine weitere Zunahme schwerer Erkrankungen und Todesfälle und ein Überschreiten der deutschlandweit verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten.

    Auch der Epidemiologe Hajo Zeeb warnte vor der Wucht einer möglichen Omikron-Welle. «Die Zahlen der Neuinfektionen und der Menschen im Krankenhaus wird vermutlich alles übersteigen, was wir bisher gesehen haben», sagte der Experte vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Erste Daten aus Grossbritannien würden zeigen, «dass die Krankheitsschwere bei der Omikron-Variante ähnlich wie bei Delta ist». Vor allem im Januar müsse in Deutschland mit einer hohen Hospitalisierung gerechnet werden.

    Weitere Kontaktbeschränkungen

    Angesichts dessen forderte Zeeb rasches Handeln. «Wir brauchen noch vor Neujahr schärfere Massnahmen.» Vor allem Kontaktbeschränkungen seien «äusserst sinnvoll und effektiv». Menschen sollten sich wieder auf einen kleinen, festen Personenkreis konzentrieren und sich darüber hinaus regelmässig testen. «Zwischen drei und sieben Menschen halte ich für angemessen.» Doch trotz Kontaktbeschränkungen und Impfungen sei eine generelle Ausbreitung von Omikron nicht mehr zu verhindern, so Zeeb. Neue Beschränkungen könnten das Tempo der Ausbreitung verlangsamen. Dies sei «zwingend notwendig, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten».

    Im von vergangenem Donnerstag (16. Dezember) hatte es noch geheissen, das RKI schätze die Gefährdung für die Gesundheit der nicht oder nur einmal geimpften Bevölkerung in Deutschland «insgesamt als sehr hoch ein». Für vollständig Geimpfte war sie darin als moderat angesehen worden.

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