Die nordrhein-westfälische Justiz hat mit der Versteigerung von beschlagnahmten Bitcoins begonnen. Künftig soll es regelmässig solche Auktionen geben.
Beschlagnahmte Bitcoins
Bei den angebotenen Bitcoins handle es sich in erster Linie um virtuelles Geld aus Drogengeschäften. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die nordrhein-westfälische Justiz begann mit der Versteigerung von konfiszierten Bitcoins.
  • Strafverfolgungsbehörden bieten künftig regelmässig Kryptowährungen an.

Die nordrhein-westfälische Justiz hat mit der Versteigerung von beschlagnahmten Bitcoins begonnen. Strafverfolgungsbehörden bieten künftig regelmässig Kryptowährungen an. Am Montag gab der Justizminister Peter Biesenbach den Startschuss für die erste Auktion der Kryptowährung über ein justizeigenes Onlineportal. Für den ersten angebotenen Bitcoin wurden innerhalb von nur zehn Minuten Gebote von bis zu rund 56'000 Euro eingereicht.

«Es ist Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden, wo immer möglich, den Straftätern die Erträge ihrer Taten zu nehmen. Und kriminelle Gewinne abzuschöpfen», erklärte Biesenbach. Das gelte genauso im digitalen Bereich des Cybercrime wie im analogen Bereich. Bei den angebotenen Bitcoins handle es sich in erster Linie um virtuelles Geld aus Drogengeschäften.

Höchstbietender bekommt den Bitcoin

Am Montag begannen insgesamt 15 Auktionen, die im Zehnminutentakt gestartet wurden. Angeboten wurden Stückelungen von 0,1 bis hin zu zehn Bitcoins. Die Startgebote für diese und künftige Versteigerungen betragen jeweils 80 bis 95 Prozent des Bitcoin-Tageskurses. Am Montag lag dieser bei rund 54'000 Euro.

Der oder die Höchstbietende erhält den Bitcoin beziehungsweise die Bitcoin-Tranche als sogenanntes Paperwallet. Die Papiere enthalten zwei Schlüssel, um die Währung nutzen beziehungsweise um damit handeln zu können. Die ersteigerten Paperwallets können laut Staatsanwaltschaft analog in einer «gesicherten, versiegelten und geschlossenen» Form persönlich abgeholt werden.

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