Norwegen bestellt weitere U-Boote in Deutschland
Norwegen erweitert seinen Auftrag beim grössten deutschen Marineschiffbauer TKMS wie erwartet um zwei weitere U-Boote. Die norwegische Regierung habe dem Kauf von zwei weiteren U-Booten zugestimmt, berichtete TKMS.

Norwegen hatte im Rahmen des deutsch-norwegischen 212CD-Programms bereits vier Boote in Auftrag gegeben. Nun folgte die Zusage für die Boote fünf und sechs.
«Mit diesem strategisch wichtigen und nun weiterwachsenden Projekt tragen wir entscheidend zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Europas und der Beziehung beider Länder bei», sagte Vorstandschef Oliver Burkhard. Das Unternehmen spricht von einem der grössten Aufträge der Firmengeschichte.
Deutschland und Norwegen hatten 2021 einen gemeinsamen Vertrag zur Beschaffung von zunächst insgesamt sechs U-Booten der neuen Klasse geschlossen. Bereits Ende 2024 hatte der Haushaltsausschuss des Bundestags in Berlin den Bau von vier weiteren U-Booten für die deutsche Marine bewilligt. Damit baut TKMS nun für jedes der beiden Länder sechs Boote des neuen Typs.
Der Kieler U-Boot-Bauer hofft zudem auf einen weiteren 212CD-Auftrag aus Kanada zum Bau von bis zu zwölf U-Booten. Die Werft hat dort aber einen Mitbewerber aus Südkorea. Eine Entscheidung wird 2026 erwartet.
TKMS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 wichtige Kennzahlen gesteigert. Der Auftragsbestand lag damals bereits bei 18,2 Milliarden Euro, das waren 55 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (11,6 Milliarden Euro). Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 9100 Beschäftigte. Mehrheitsaktionär ist Thyssenkrupp.










