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    Nord-Stream-Explosionen: Kreml fordert internationale Aufklärung

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Ein Reporter beschuldigt die USA der Sprengung der Nordstream-Pipeline. Jetzt fordert der Kreml eine internationale Aufklärung.

    Wladimir Putin
    Der russische Präsident Wladimir Putin. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Kreml fordert, dass der Nord-Stream-Vorfall international untersucht wird.
    • Zuvor behauptete ein Journalist, die USA hätten die Pipeline gesprengt.
    • Der 85-Jährige fiel zuletzt aber durch fragwürdige Recherchen auf.

    Der Kreml hat nach einem Bericht über eine angebliche Sprengung der Nord-Stream-Gaspipelines durch das US-Militär erneut eine Beteiligung an internationalen Ermittlungen gefordert.

    «Sie wissen, dass es auch von unserer Seite Erklärungen zu Informationen gab, die auf eine Beteiligung der Angelsachsen an der Organisation dieses Sabotageakts hindeuten», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

    Die Regierung in Washington hat den vom US-Journalisten Seymour Hersh erhobenen Vorwurf der Sprengung der Pipelines klar zurückgewiesen.

    Leider sei Russland nicht gehört worden, doch die neuen Informationen sollten als Grundlage für eine internationale Aufklärung dienen, forderte Peskow.

    Fragwürdige Recherchen

    Hersh hatte berichtet, dass US-Marinetaucher für die Explosionen der Gaspipelines in der Ostsee verantwortlich seien.

    Der 85-jährige Reporter, der vor Jahrzehnten durch die Aufdeckung eines Massakers in Vietnam durch US-Truppen bekannt wurde, fiel zuletzt durch fragwürdige Recherchen auf.

    Das Nord Stream 1-Gasleck in der Ostsee, fotografiert von dem Satelliten Pléiades Neo.
    Das Nord Stream 1-Gasleck in der Ostsee, fotografiert von dem Satelliten Pléiades Neo. - -/ESA/dpa

    Der Bericht zu Nord Stream scheint in weiten Teilen nur auf einer anonymen Quelle zu basieren. Seriöse US-Medien gingen zunächst nicht auf den Bericht ein. Das angeblich an der Aktion beteiligte Norwegen hat den Bericht scharf zurückgewiesen.

    «Einige Momente (in dem Artikel) kann man bestreiten, andere brauchen Beweise, aber er ist bedeutsam durch die Tiefe der Analyse und die Klarheit der Auslegung», lobte dagegen Peskow die Recherche.

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    Gerade Deutschland als Geschädigter dürfe nicht über den Bericht hinwegsehen, meinte er. Die russische Führung wiederum steht selbst im Verdacht, hinter den Explosionen zu stehen. Die von Russland nach Deutschland führenden Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 waren Ende September durch Explosionen schwer beschädigt worden.

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