Nord Stream 2 zieht Antrag für Route in Dänemark zurück

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    Dänemark,

    Die Gaspipeline Nord Stream 2 soll nun doch nicht durch dänische Hoheitsgewässer verlegt werden. Doch auch bei den Alternativrouten haben die Dänen ein Wort mitzureden.

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    Durch die Pipeline Nord Stream 2 sollen künftig jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Gas nach Deutschland kommen. Foto: Stefan Sauer - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Konflikt mit Dänemark soll die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 nun einen grossen Bogen um eine Insel im Norden machen.

    Ein Antrag für die Route durch dänische Hoheitsgewässer südlich der Insel Bornholm sei zurückgezogen worden, teilte das in der Schweiz ansässige Unternehmen Nord Stream 2 am Freitagabend mit. «Wir sehen uns zu diesem Schritt verpflichtet, da die dänische Regierung in den zwei Jahren seit der Antragstellung keinen Hinweis auf eine Entscheidungsfindung gegeben hat», erklärte Unternehmenschef Matthias Warnig der Mitteilung zufolge.

    Er betonte zugleich: «Sowohl Nord Stream 2 als auch unsere Investoren sind auf Rechtssicherheit und den Investorenschutz angewiesen.» Dies sei umso wichtiger, «da der Bau in den Gewässern von vier weiteren Ländern bereits weit fortgeschritten ist».

    Die Entwickler hinter der Pipeline haben nach eigenen Angaben zwei weitere alternative Routen beantragt. Beide lägen ausserhalb der Hoheitsgewässer von Dänemark, hiess es. «Daher ist eine Empfehlung des Aussenministers hier nicht erforderlich.»

    Die dänische Energieverwaltungsbehörde Energistyrelsen teilte am Abend mit, das Unternehmen Nord Stream 2 habe die Verwaltung auf einem Treffen über den Schritt informiert. Man nehme dies zur Kenntnis und behandle weiter die beiden anderen Anträge, die Routen nordwestlich beziehungsweise südöstlich von Bornholm vorsähen. Diese verlaufen aber nicht auf dänischem Territorium und können von Dänemark deshalb nur aus Umweltschutzgründen oder möglichen Einschränkungen für den Schiffsverkehr abgelehnt werden.

    Der Chef des russischen Staatskonzerns Gazprom, Alexej Miller, hatte zuvor der Agentur Tass zufolge betont, selbst wenn keine Genehmigung aus Dänemark vorliegen sollte, könnten die Arbeiten an der Leitung planmässig Ende des Jahres abgeschlossen werden. Durch die Rohre parallel zur Pipeline Nord Stream 1 sollen jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Gas nach Deutschland kommen.

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