Niederlande: Zweifelhafte Kolonial-Objekte im Besitz des Königs

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Niederlande,

Einige koloniale Objekte in den Sammlungen des niederländischen Königshauses wurden einer Untersuchung zufolge möglicherweise nicht rechtmässig erworben.

Königsfamilie
Die niederländische Königsfamilie posiert für ein Foto. - keystone

Ein kleiner Teil der Kulturobjekte sei mit hoher Wahrscheinlichkeit unrechtmässig in den Besitz des Königshauses gelangt. Dazu gehören dem Bericht zufolge eine besondere goldene Amulettkette aus Indonesien und historische Waffen.

Eine vor drei Jahren eingesetzte Untersuchungskommission legte im Palast in Den Haag ihren Bericht vor. Die Stiftung der königlichen Privatsammlungen hatte die Kommission mit der Untersuchung der rund 1.000 Objekte beauftragt.

Die meisten Stücke in den Sammlungen sind nach Angaben der Forscher Geschenke. Doch einige dutzend Objekte kamen demnach nicht freiwillig oder als Kriegsbeute in Besitz des Königshauses. So etwa historische Waffen, die nach militärischen Einsätzen erbeutet und dann Mitgliedern des Königshauses geschenkt worden waren.

Zu den Beutestücken gehören der Untersuchung zufolge eine historische indonesische Handfeuerwaffe – eine «Donnerbüchse» des Herrschers Raden Intan, die 1856 während einer Expedition erbeutet wurde. Auch ein Schild des Fürsten von Samalanga, das während einer Expedition 1877 erbeutet wurde, befindet sich heute in der Sammlung. Beide Expeditionen fanden im heutigen Indonesien, der damaligen Kolonie Niederländisch-Indien, statt.

Die Forscher untersuchten Objekte, die von 1840 bis etwa 1949 in den Besitz der königlichen Familie gelangt waren. Ältere koloniale Objekte sind nach Angaben der Kommission nicht erhalten geblieben. Die Objekte stammen vor allem aus Indonesien, Surinam und den niederländischen Karibikinseln.

Die umstrittenen Objekte sollen nun digital zugänglich gemacht werden. Danach soll im Einvernehmen mit Vertretern der Herkunftsländer über eine mögliche Rückgabe verhandelt werden.

Königin Máxima, Vorsitzende der Stiftung, begrüsste die Ergebnisse der Untersuchung. «Ein sorgfältiger Umgang mit den kolonialen Sammlungsobjekten innerhalb der königlichen Sammlungen ist von wesentlicher Bedeutung.»

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Kommentare

User #4004 (nicht angemeldet)

perfekt

User #1462 (nicht angemeldet)

Die sollen auch bei den Kirchen 💒 reinschauen

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x
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