Niederlande: Populist Wilders hat seine rechte Koalition zusammen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Niederlande,

    Nach monatelangen Verhandlungen ist in den Niederlanden die rechte Koalition um den Populisten Geert Wilders zustande gekommen.

    geert wilders
    Der Rechtspopulist Geert Wilders ging bei den niederländischen Parlamentswahlen im November 2023 mit seiner Anti-Islam-Partei als Sieger hervor. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In den Niederlanden ist eine rechte Regierungskoalition zustande gekommen.
    • Beteiligt sind Populist Geert Wilders und drei andere Parteien.
    • Wer neuer Ministerpräsident werden soll, ist noch unklar.

    Die Niederlande bekommen eine rechte Regierungskoalition. Knapp sechs Monate nach der Parlamentswahl haben sich der radikal-rechte Populist Geert Wilders und drei weitere Parteien auf ein Koalitionsabkommen geeinigt. «Wir haben eine Vereinbarung», sagte Wilders am Mittwoch in Den Haag.

    Doch weiter unklar ist, wer neuer Ministerpräsident werden soll – Wilders hatte schon zuvor verzichtet. Auf einen Regierungschef müssten sich die Parteien noch einigen, sagte Wilders.

    Der Inhalt des Abkommens wurde bis zum Nachmittag nicht veröffentlicht. Zunächst sollten die Fraktionen informiert werden, die auch noch zustimmen müssen. Bis Mitternacht lief eine Frist, bis zu der die Gesprächsleiter dem Parlament ihren Bericht übergeben müssen.

    Haben Sie die Wahlen in den Niederladen im letzten Herbst mitverfolgt?

    Die künftigen Regierungsparteien sind neben der Partei für die Freiheit (PVV) von Wilders, die rechtsliberale VVD des bisherigen Premiers Mark Rutte, die neue rechtskonservative NSC sowie die rechtspopulistische Bauernpartei BBB.

    Geplant ist ein loses Bündnis mit einer Ministerriege, die etwa zur Hälfte aus parteilosen Experten besteht. Als möglicher Ministerpräsidenten-Kandidat war der frühere sozialdemokratische Minister Ronald Plasterk im Gespräch. Doch das wollten die Fraktionschefs zunächst nicht bestätigen.

    Partei von Geert Wilders gewann Wahlen im Herbst 2023

    Bei der Wahl am 22. November hatte Wilders mit seiner Anti-Islam-Partei 37 der 150 Mandate im Parlament gewonnen. Doch braucht er mindestens zwei andere Parteien für eine Mehrheit.

    Um den Weg für eine radikal-rechte Regierung freizumachen, hatte der 60-Jährige umstrittene Forderungen wie ein Verbot von Moscheen auf Eis gelegt und sich bereit erklärt, auf das Amt des Regierungschefs zu verzichten. Auch die Fraktionschefs der anderen drei Parteien bleiben im Parlament.

    Nach monatelangen mühsamen Gesprächen hatten sich die Parteichefs in der Nacht zum Mittwoch auch über den bisher grössten Streitpunkt, die Finanzen, verständigt. Doch am Mittwoch verzögerte sich dann die Einigung doch noch um mehrere Stunden. Bis die Regierung tatsächlich steht, wird es schätzungsweise sechs Wochen dauern.

    mark rutte
    Der ehemalige Premierminister Mark Rutte kündigte im Sommer 2023 nach 13 Jahren im Amt seinen Abschied aus der Politik an. - keystone

    Der bisherige Premier Rutte ist seit mehr als 13 Jahren Regierungschef. Im Sommer 2023 war seine Mitte-Rechts-Koalition im Streit über die Asylpolitik geplatzt. Rutte kündigte daraufhin seinen Abschied aus der Politik an, er ist nun aussichtsreichster Kandidat für das Amt des Nato-Generalsekretärs.

    Kommentare

    User #4102 (nicht angemeldet)

    Ministerpräsident wird dann Olaf Scholz.

    User #4071 (nicht angemeldet)

    Jetzt geht es Aufwärts mit dem Land

    Weiterlesen

    Wilders
    18 Interaktionen
    Trotz Wahlsieg
    geert wilders
    Sondierer

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    326 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Guy Parmelin
    1 Interaktionen
    Laut Parmelin
    Thusis GR

    MEHR AUS NIEDERLANDE

    Königstag in den Niederlanden
    10 Interaktionen
    Leiden
    Israel
    33 Interaktionen
    Den Haag
    Jürgen Klopp DFB Bundestrainer
    56 Interaktionen
    1:1 gegen Holland
    Jürgen Klopp
    56 Interaktionen
    1:1 gegen Oranje